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Startseite»Nachrichten»Tötete unschuldigen Kolumbianer: Ex-Frauen werfen ICE-Todesschütze Gewalttätigkeit und psychische Probleme vor
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Tötete unschuldigen Kolumbianer: Ex-Frauen werfen ICE-Todesschütze Gewalttätigkeit und psychische Probleme vor

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Tötete unschuldigen KolumbianerEx-Frauen werfen ICE-Todesschütze Gewalttätigkeit und psychische Probleme vor

Zwei junge Frauen hängen in Biddeford ein Plakat mit der Aufschrift „Stoppt den ICE-Terror“ auf. (Foto: AP Photo/Robert F. Bukaty)

Anfang der Woche wird in den USA erneut ein Mensch bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE getötet. Zwei Ex-Frauen werfen dem Schützen gewalttätige Übergriffe in Partnerschaften vor. Eine der beiden hielt seine Anstellung als ICE-Agent daher zunächst für eine Wahnvorstellung.

Der Beamte der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE, der diese Woche einen Kolumbianer im Bundesstaat Maine erschossen hat, ist ein Armee-Veteran, der nach Angaben von nahen Verwandten seit seiner frühen Kindheit mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen hat. Mehrere Personen sagten der Nachrichtenagentur AP, dass David Brouilette niemals eine Dienstmarke und eine Waffe hätten erhalten dürfen.

Der 37-jährige Brouilette hatte offenbar eine Vorgeschichte mit furchterregendem und gewalttätigem Verhalten. Er soll immer wieder Frauen in seinem Umfeld angegriffen haben. Eine von ihnen legte der Nachrichtenagentur eine Sprachnachricht aus dem vergangenen Winter vor, in der der ICE-Mitarbeiter ihr sagte, er finde, jemand solle ihr die Kehle durchschneiden.

Die beunruhigende Vergangenheit des Mannes wirft die Frage auf, wie er von der ICE-Behörde angeheuert werden konnte. Dem US-Heimatschutzministerium wird regelmäßig vorgeworfen, dass es vor dem Hintergrund der Massenabschiebekampagne von Präsident Donald Trump die Hintergrundprüfungen für neue Rekruten vernachlässige.

„Die Trump-Regierung hat 12.000 Beamte auf unsere Straßen geschickt, ohne sicherzustellen, dass sie geeignet sind, eine Dienstmarke und eine Waffe zu tragen – und die Republikaner haben dieser skrupellosen Behörde weitreichende Befugnisse eingeräumt, ohne sie zur Rechenschaft zu ziehen“, erklärte der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer.

Dem Bericht zufolge teilte Brouilette seiner Ex-Frau Ashley Brouilette Ende 2025 mit, dass er von ICE eingestellt worden sei. Sie sagte, aufgrund der langjährigen psychischen Probleme ihres Ex-Mannes habe sie angenommen, dieser fantasiere nur – und ihm daher keinen Glauben geschenkt. Erst diese Woche, als im Internet Videos von den Ereignissen rund um die tödlichen Schüsse in der Stadt Biddeford auftauchten, sei ihr klar geworden, dass er die Wahrheit gesagt hatte.

Körperlich gewalttätig geworden

Sie habe sich 2009 zwei Jahre nach ihrer Hochzeit von ihm scheiden lassen, weil er ihr gegenüber körperlich gewalttätig geworden sei, sagte die Ex-Frau. Ihrer Schilderung zufolge hatte er einmal mit kochend heißem Wasser nach ihr geworfen, während sie ihr gemeinsames Kind in den Armen hielt. Laut AP war David Brouillette in Maine zwar nicht vorbestraft, Hunderte von Familiengerichtsakten belegten jedoch jahrelange Vorwürfe körperlicher und verbaler Misshandlung, die eine zweite Ex-Frau erhoben hat.

Brouilette hatte am Montag den 26-jährigen Kolumbianer Durán Guerrero erschossen, der eine Aufenthaltserlaubnis für die USA hatte und gar nicht Ziel der Ermittlungen war. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft von Maine sollte bei dem Einsatz ein Bescheid zur Abschiebung durchgesetzt werden. Als der Verdächtige versucht habe, mit einem Auto in Richtung eines ICE-Beamten zu fliehen, habe dieser das Feuer eröffnet, hieß es zunächst.

Laut AP sind in den USA seit Beginn der Massenabschiebekampagne von Präsident Trump mindestens zehn Menschen bei Zusammenstößen mit Einwanderungsbeamten ums Leben gekommen. Weniger als eine Woche vor dem Tod des Kolumbianers hatten ICE-Beamte in Texas einen mexikanischen Einwanderer getötet, der mehr als 30 Jahre in den USA gelebt hatte.

Quelle: ntv.de, dsc

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