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Lügen über ihn verbreitet?: Joe Manganiello rechnet mit Ex-Frau Sofía Vergara ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 9, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
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Lügen über ihn verbreitet?Joe Manganiello rechnet mit Ex-Frau Sofía Vergara ab

Heirateten 2015: Sofía Vergara und Joe Manganiello. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Joe Manganiello erhebt in seinen neuen Memoiren schwere Vorwürfe gegen Ex-Frau Sofía Vergara. Während seiner lebensbedrohlichen Erkrankung soll sie ihm sogar eine Umarmung verweigert haben. Auch ihre bisherige Erklärung für das Ehe-Aus stellt der Schauspieler infrage.

Sie galten jahrelang als eines der Traumpaare Hollywoods. Doch hinter den Kulissen der Ehe von Sofía Vergara und Joe Manganiello soll es ganz anders ausgesehen haben. In seinen neuen Memoiren erhebt der Schauspieler nun schwere Vorwürfe gegen seine Ex-Frau. Ausgerechnet während einer lebensbedrohlichen Erkrankung habe sie ihm die Zuneigung verweigert, die er so dringend gebraucht hätte. Außerdem widerspricht er ihrer bisherigen Darstellung, warum ihre Ehe zerbrochen ist.

In seinem Buch „Bloodlines“, das am 13. Oktober erscheint, blickt der „True Blood“-Star auf sieben Jahre zurück, in denen er nach eigenen Angaben wegen einer schweren Autoimmunerkrankung immer wieder um sein Leben fürchtete. Das US-Magazin „People“ berichtet vorab über Auszüge aus den Memoiren. Besonders verletzt habe Manganiello das Verhalten seiner damaligen Ehefrau in einigen seiner dunkelsten Stunden. So behauptet er, Vergara habe sich geweigert, ihn in den Arm zu nehmen, obwohl er sie während seiner Erkrankung regelrecht darum angefleht habe.

Auch sein geliebter Hund Bubbles sei zum Streitpunkt geworden. Manganiello hatte den nur etwas mehr als zwei Kilogramm schweren Vierbeiner 2019 bei sich aufgenommen. Damals sei es ihm psychisch so schlecht gegangen, dass er sogar Suizidgedanken gehabt habe. Bubbles habe ihm in dieser Zeit neuen Lebensmut gegeben, weil er plötzlich selbst Verantwortung übernehmen musste. „Ich wurde vom Patienten zum Versorger“, schreibt der Schauspieler. Vergara hingegen soll sich über das kleine Tier lustig gemacht haben.

Manganiello widerspricht Vergaras Trennungsgrund

Auch mit einer anderen Geschichte, die seit der Trennung des Paares kursiert, will Manganiello nun aufräumen. Vergara hatte 2024 erklärt, dass ihre unterschiedlichen Vorstellungen von einer gemeinsamen Familie zum Ehe-Aus geführt hätten. Die Schauspielerin, die aus ihrer ersten Ehe mit Joe Gonzalez bereits einen erwachsenen Sohn hat, wollte nach eigenen Worten keine „alte Mutter“ mehr werden. Sie habe es einem Baby gegenüber nicht fair gefunden, in ihrem Alter noch einmal ein Kind zu bekommen. Manganiello hingegen sei jünger gewesen und habe sich Nachwuchs gewünscht.

So einfach sei es allerdings nicht gewesen, stellt der Schauspieler nun klar. Tatsächlich hätten die beiden mehrfach versucht, mithilfe künstlicher Befruchtung ein Kind zu bekommen. Nachdem diese Versuche erfolglos geblieben waren, sei sogar eine Eizellspende im Gespräch gewesen. Doch wegen seiner immer schlimmer werdenden gesundheitlichen Probleme habe schließlich er selbst seinen Kinderwunsch aufgegeben. Manganiello habe befürchtet, zu sterben und Vergara mit einem Kind zurückzulassen, „das biologisch nicht ihres war“.

Dass die Öffentlichkeit später eine andere Version der Trennung zu hören bekam, habe ihn offenbar schwer getroffen. „Es wurden Dinge über mich gesagt und gedruckt, die falsch waren“, schreibt er. Mit seinen Memoiren möchte er nun seine Sicht der Dinge schildern. Manganiello und Vergara hatten 2015 geheiratet. 2024 wurde ihre Scheidung rechtskräftig.

Sieben Jahre lang kämpfte er um sein Leben

Wie ernst es um Manganiellos Gesundheit tatsächlich stand, macht er in einem begleitenden Interview mit „People“ deutlich. Seine Beschwerden hätten bereits kurz nach der Hochzeit im Jahr 2015 begonnen. Immer wieder litt er unter so heftigen Bauchschmerzen, dass er zeitweise kaum noch laufen konnte. Dazu kamen Hautausschläge, Kopfschmerzen, extreme Erschöpfung und Blutungen.

Über die folgenden sieben Jahre verlor der Schauspieler nach eigenen Angaben rund 27 Kilogramm. 2016 musste er sich einer Notoperation unterziehen, bei der ein Teil seines Darms entfernt wurde. Anschließend war er auf einen künstlichen Darmausgang angewiesen. „Es ist mir passiert, es ist die Wahrheit, und ich habe die Narben, um es zu beweisen“, sagt Manganiello über seinen langen Leidensweg.

Trotz seiner heutigen Vorwürfe gegen Vergara verschweigt er allerdings auch nicht, dass sie ihm damals das Leben rettete. Als Manganiello während der Notoperation in Narkose lag, musste seine Ehefrau als nächste Angehörige eine folgenschwere Entscheidung treffen. Sie stimmte der lebensrettenden Entfernung seines Dickdarms zu. Als er nach dem Eingriff wieder zu sich kam, saß Vergara an seinem Krankenbett.

Ein Schamane sollte helfen

Was seine schweren Beschwerden ausgelöst hatte, blieb trotz zahlreicher medizinischer Untersuchungen lange ungeklärt. Irgendwann suchte Manganiello deshalb auch außerhalb der Schulmedizin nach Antworten. In Santa Monica wandte er sich an einen Schamanen. Dieser vermutete die Ursache seines Leidens in generationenübergreifenden Traumata, unter anderem im Zusammenhang mit dem Verlust von Vorfahren während des Völkermords an den Armeniern. Seine Uroma hatte neun Kinder durch den Genozid verloren. Eine medizinisch gesicherte Erklärung für seine Erkrankung war das allerdings nicht.

Inzwischen geht es dem Schauspieler nach eigenen Angaben wieder gut. Bei einer weiteren Operation wurde sein Verdauungstrakt wiederhergestellt. Heute sei er beschwerdefrei und müsse keine Medikamente mehr nehmen.

Auch privat hat Manganiello inzwischen ein neues Kapitel aufgeschlagen. Mit seiner Verlobten Caitlin O’Connor blickt er wieder optimistisch in die Zukunft. Sogar der Kinderwunsch, den er während seiner Erkrankung bereits aufgegeben hatte, ist nicht mehr grundsätzlich vom Tisch. Nachwuchs könne er sich vorstellen, „wenn es für mich bestimmt ist“. Wie sehr sich sein Leben inzwischen verändert hat, fasst er selbst zusammen: „Sieben Jahre lang dachte ich, ich wäre nächste Woche tot. Jetzt hat sich mir die Welt wieder geöffnet.“

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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