Immer wieder gibt es verheerende Sturzfluten in Afghanistan. Nun starben in der Provinz Nuristan mindestens 23 Menschen. Viele werden noch in den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.
Im Osten Afghanistans sind bei heftigen Unwettern mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. 80 weitere Menschen seien bei den Sturzfluten verletzt worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Nach mehr als 100 Vermissten wird demnach noch gesucht.
Den Behörden zufolge waren durch die Wassermassen unter anderem in der Provinzhauptstadt Parun etliche Gebäude eingestürzt. Einsatzkräfte suchten am Dienstag in den Trümmern noch nach Überlebenden. Für zehn der 34 Provinzen des Landes sagten Meteorologen des Ministeriums für Verkehr und Zivilluftfahrt allerdings bereits weiteren Starkregen, Gewitter, heftige Windböen und Sturzfluten voraus.
Die Provinz Nuristan und die Provinzhauptstadt Parun liegen im Osten des Landes.
Für Extremwetter anfällig
Afghanistan ist für Extremwetter besonders anfällig. Schnee und Starkregen lösen immer wieder Sturzfluten oder Erdrutsche aus. Erst Anfang dieses Jahres kamen mindestens 110 Menschen durch großflächige Überschwemmungen und Erdrutsche in mehreren Teilen des Landes ums Leben. Im Frühjahr 2024 starben bei Sturzfluten sogar mehr als 300 Menschen.
Extremwetter können wegen mangelnder Schutzvorrichtungen kaum abgefedert werden. Das Land gilt auch als von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen.
