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Startseite»Nachrichten»Pipeline in der Ostsee gesprengt: Nord Stream: Mutmaßlicher Saboteur will ukrainischer Militär gewesen sein
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Pipeline in der Ostsee gesprengt: Nord Stream: Mutmaßlicher Saboteur will ukrainischer Militär gewesen sein

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 21, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Pipeline in der Ostsee gesprengtNord Stream: Mutmaßlicher Saboteur will ukrainischer Militär gewesen sein

Nord Stream 2 lieferte Gas aus Russland – bis es am 26. September 2022 eine Explosion an der Pipeline gab. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Serhij Kusnjezow soll sich als einer der mutmaßlichen Drahtzieher hinter dem Anschlag auf die Gaspipeline Nord Stream 2 vor Gericht in Deutschland verantworten. Handelte er im Auftrag der Ukraine? Kiew bestreitet das, aber der Ukrainer behauptet das in Telefonaten.

Der kürzlich angeklagte mutmaßliche Nord-Stream-Saboteur Serhij Kusnjezow will zum Tatzeitpunkt den ukrainischen Streitkräften angehört und für den ukrainischen Geheimdienst SBU gearbeitet haben. Das behauptete er laut Ermittlern in einem Telefonat mit seiner Ehefrau, das in der italienischen Untersuchungshaft überwacht wurde, wie aus der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft hervorgeht. Das Dokument liegt dem „Stern“ in Gänze vor und enthält mehrere Hinweise auf eine Verstrickung von staatlichen Stellen der Ukraine in die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines.

Die Anklage wurde vor wenigen Wochen erhoben, ist aber noch nicht zugelassen. Die Ermittler haben nach „Stern“-Informationen nur Indizien gegen Kusnjezow in der Hand. Es handelt sich um die erste Anklage einer deutschen Strafverfolgungsbehörde im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Gasröhren in der Ostsee am 26. September 2022.

War Geheimdienstmann sein „Kommandeur“?

Seit der Anklage-Erhebung war bislang nur bekannt geworden, dass die Bundesanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht sieht, dass die Sabotage im Auftrag von staatlichen Stellen der Ukraine erfolgt sei. Die Details der Anklageschrift untermauern diesen Verdacht.

In den abgehörten Gesprächen in der italienischen Untersuchungshaft beklagte sich Kusnjezow demnach auch, dass er sich von seinem Land und seinem Präsidenten „alleingelassen“ fühle. Zudem soll er den Wunsch geäußert haben, mit „Roman“, seinem „Kommandeur“, sprechen zu können.

Dabei handelt es sich mutmaßlich um einen Hinweis auf Roman Tscherwinskyj, einen undurchsichtigen ukrainischen Geheimdienstmann. Nach der Verhaftung von Kusnjezow hatte Tscherwinskyj in einer schriftlichen Stellungnahme behauptet, zum Zeitpunkt der Sabotage habe Kusnjezow unter seinem Kommando gestanden. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat eine Beteiligung der Ukraine an der Pipeline-Sabotage stets zurückgewiesen.

Quelle: ntv.de, joh

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