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Startseite»Nachrichten»Huthi drohen mit Beschuss: Tanker mit saudischem Rohöl drehen im Roten Meer ab
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Huthi drohen mit Beschuss: Tanker mit saudischem Rohöl drehen im Roten Meer ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 21, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Huthi drohen mit BeschussTanker mit saudischem Rohöl drehen im Roten Meer ab

Blick auf die Meerenge Bab al-Mandab mit der Einfahrt ins Rote Meer. (Foto: Satellitenfoto © Copernicus Sentinel Data 2026)

Seit Monaten setzt der Iran die Straße von Hormus als Druckmittel ein. Die Verbündeten Huthi im Jemen nehmen sich ein Beispiel daran und nutzen ihre Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab für eine Blockade gegen Saudi-Arabien. Das zeigt offenbar Wirkung.

Zwei mit saudi-arabischem Rohöl für China und Indien beladene Tanker haben im Roten Meer umgedreht und Kurs auf den Suezkanal genommen. Dies geht aus Schifffahrtsdaten des Anbieters LSEG hervor. Vorausgegangen war eine Warnung der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen. Die Huthis hatten am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verkündet. Dies könnte eine neue Front im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eröffnen und die Gefahr für die weltweite Energieversorgung sowie für den Seehandel über die Golf-Region hinaus erhöhen.

Die Huthi-Rebellen im Jemen warnen Reedereien davor, saudi-arabische Häfen zu nutzen. Schiffen sei es untersagt, dort Fracht zu laden oder zu löschen, heißt es in einer E-Mail der mit dem Iran verbündeten Miliz vom 20. Juli, die bei mehreren Reedereien eingegangen ist und von Reuters eingesehen wurde. Solche Aktivitäten könnten dazu führen, dass die Schiffe „an jedem Ort“ von den Huthis angegriffen würden.

„Wir empfehlen Ihrem Unternehmen dringend, bei all seinen Geschäftsbeziehungen die gebotene Sorgfalt und äußerste Vorsicht walten zu lassen“, heißt es in der Mail weiter. „Jegliche derartige Aktivität würde die betroffenen Schiffe Sanktionen aussetzen. Darüber hinaus könnten sie an jedem Ort innerhalb der Einsatzreichweite der jemenitischen Streitkräfte ins Visier genommen werden.“ Die Huthis haben eine Seeblockade gegen das Nachbarland Saudi-Arabien verhängt. Sie können von dem unter ihrer Kontrolle stehenden Gebiet im Jemen aus die Meerenge Bab al-Mandab zum Roten Meer kontrollieren.

Für den deutschen Außenhandel hat Bab al-Mandab eine große Bedeutung, allerdings nicht mehr in dem gleichen Maße wie noch vor wenigen Jahren – wegen der Huthi-Miliz. Stattdessen allerdings spielt der Seeweg inzwischen eine wichtige Rolle für den Erdölexport von Saudi-Arabien, vor allem Richtung Asien. Das Nachbarland, das auch im inner-jemenitischen Konflikt eine Rolle spielt, zu treffen, ist das erklärte Ziel der Huthi. Diese Drohung könnte allerdings darüber hinaus den globalen Ölmarkt erschüttern.

Quelle: ntv.de, dsc/rts

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