Kanzleramtschef Frei soll Nachfolger des zurückgetretenen Unionsfraktionschefs Spahn werden. Das hat Kanzler Merz bereits öffentlich gemacht. Am Freitag wird er wohl verkünden, wie das Stühlerücken in seinem Kabinett weitergeht.
Bundeskanzler Friedrich Merz könnte heute Vormittag offiziell bestätigen, wie er sein Kabinett nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn umbauen will. So sollen neben der bereits bekannten Neubesetzung des Fraktionsvorsitzenden vier weitere Personalentscheidungen fallen.
Am Mittwoch hatte Merz angekündigt, dass Kanzleramtschef Thorsten Frei als Nachfolger von Spahn an die Fraktionsspitze wechseln soll. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Gesundheitsministerin Nina Warken als neue Kanzleramtschefin Freis bisherigen Posten übernehmen. Warken wiederum werde durch den bisherigen CDU-Generalsekretär Linnemann ersetzt.
Nach dpa-Informationen könnte Franziska Hoppermann dann neue Generalsekretärin der CDU werden. Darüber hinaus solle Digital-Staatssekretär Philipp Amthor als Bund-Länder-Beauftragter ins Kanzleramt wechseln.
Eine offizielle Bestätigung für die Neubesetzungen abseits des Fraktionschefspostens gibt es aber noch nicht. Noch vollkommen offen ist zudem, wer Hoppermanns Posten als Schatzmeisterin übernehmen und wer Nachfolger von Amthor im Digitalministerium werden soll.
Merz hatte eine größere Kabinettsumbildung bereits angedeutet. „Es könnte eine Gelegenheit sein, noch einmal über die Aufstellung der Bundesregierung nachzudenken“, sagte Merz hinsichtlich des Spahn-Rücktritts am vergangenen Sonntag im ZDF-Sommerinterview.
