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Startseite»Betrugsmaschen»Vorsicht: Fake-Inkasso erkennen und Betrug vermeiden
Betrugsmaschen

Vorsicht: Fake-Inkasso erkennen und Betrug vermeiden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 28, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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→Wie erkennt man Phishing-Mails und gefälschte SMS? Antworten finden Sie im Leitfaden Phishing erkennen.

Ein Inkassoschreiben löst bei vielen Menschen zunächst Unsicherheit aus. Die Aufforderung zur Zahlung wirkt oft verbindlich und erzeugt den Eindruck, schnell handeln zu müssen. Genau deshalb sollten Empfänger eine Forderung zunächst prüfen, bevor sie Geld überweisen oder Kontakt mit dem Absender aufnehmen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Verdacht besteht, dass es sich um ein gefälschtes Inkassoschreiben handelt. In solchen Fällen raten Verbraucherschützer davon ab, Zahlungen zu leisten oder mit dem vermeintlichen Unternehmen in Kontakt zu treten.

Nicht vorschnell überweisen

Wer ein unseriöses Schreiben erhält, sollte weder den geforderten Betrag bezahlen noch dem Unternehmen eine Einzugsermächtigung erteilen. Besteht der Verdacht auf einen Betrugsversuch, empfiehlt sich stattdessen eine Strafanzeige bei der Polizei.

Ein häufig genanntes Warnsignal ist die Aufforderung, den Betrag auf ein ausländisches Konto zu überweisen. Ob eine IBAN zu einem ausländischen Konto gehört, lässt sich an den ersten beiden Buchstaben der Kontonummer erkennen.

Fake-Inkasso erkennen: Worauf Betroffene achten sollten
Beispiel einer fraglichen Mail (Ausschnitt) mit IBAN in Litauen (LT)

Dieses Merkmal allein reicht allerdings nicht aus. Auch gefälschte Inkassoschreiben mit deutschen Bankverbindungen sind im Umlauf. In diesen Fällen versuchen die Absender ebenfalls, durch erfundene Geschäftsangaben und weitere Daten einen seriösen Eindruck zu vermitteln.

Registrierung ist ein wichtiges Merkmal

In Deutschland dürfen Inkassodienstleistungen nur von Unternehmen angeboten werden, die im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen sind. Dort können Verbraucher überprüfen, ob ein Unternehmen registriert ist.

Für die Registrierung müssen Inkassodienstleister unter anderem nachweisen, dass sie über die erforderlichen juristischen Kenntnisse verfügen, mehrere Jahre praktische Erfahrung besitzen und strafrechtlich unbescholten sind.

Als weiteres Merkmal für Seriosität nennt der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) die Mitgliedschaft im Verband. Die Mitgliedsunternehmen verpflichten sich auf einen gemeinsamen Verhaltenskodex für einen fairen und verantwortungsvollen Forderungseinzug.

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Woran sich Betrugsversuche erkennen lassen

Tritt ein Unternehmen als Inkassodienstleister auf, ohne im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen zu sein, spricht dies für einen Betrugsversuch.

Ein weiteres eindeutiges Warnsignal ist die Aufforderung, vertrauliche Daten preiszugeben. Seriöse Inkassounternehmen fragen weder nach Zugangsdaten für das Onlinebanking noch nach Sicherheitsmerkmalen wie PIN oder TAN. Werden solche Informationen verlangt, handelt es sich nach den vorliegenden Informationen um einen Betrugsversuch.

Forderungen genau prüfen

Nicht jedes Inkassoschreiben ist automatisch unberechtigt. Deshalb sollte zunächst geprüft werden, ob die geltend gemachte Forderung bekannt ist.

Mimikama-Club - Communitybereich fuer Steady-Unterstuetzer:innen

Seriöse Inkassounternehmen nennen bereits im ersten Schreiben den Namen des Auftraggebers sowie den Grund der Forderung. Dadurch können Betroffene nachvollziehen, worauf sich der Zahlungsanspruch bezieht.

Außerdem lohnt sich ein Blick auf die übrigen Angaben im Schreiben. Stimmen die Informationen im Briefkopf mit den weiteren Kontaktdaten überein? Wird beispielsweise eine deutsche Anschrift angegeben, gleichzeitig aber eine Telefonnummer mit ausländischer Vorwahl oder ein ausländisches Konto für die Überweisung genannt, ist besondere Vorsicht geboten.

So sollte reagiert werden

Besteht der Verdacht auf einen Betrugsversuch, sollte dem Absender nicht geantwortet werden, das gilt auch für einen Widerspruch oder einen Widerruf. Stattdessen wird empfohlen, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.

Handelt es sich dagegen um ein registriertes Inkassounternehmen und bestehen lediglich Fragen zur Forderung, sollte das Unternehmen direkt kontaktiert werden. Seriöse Inkassounternehmen erläutern auf Nachfrage, worauf sich der Zahlungsanspruch des Gläubigers stützt.

FAQ

Wie kann ich prüfen, ob ein Inkassounternehmen seriös ist?

Sollte ich auf ein mutmaßlich gefälschtes Inkassoschreiben antworten?

Nach den vorliegenden Informationen sollte in diesem Fall nicht direkt geantwortet werden. Stattdessen wird empfohlen, Strafanzeige zu erstatten.

Was muss ein seriöses Inkassoschreiben enthalten?

Bereits im ersten Schreiben sollten der Auftraggeber und der Grund der Forderung genannt werden, damit die Forderung nachvollzogen werden kann.

OFFICIAL

Bundesamt für Justiz

Kein Datum angegeben

CORPORATE

Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU)

13. Juli 2026

NGO

Verbraucherzentrale Brandenburg

Stand:
24. Juli 2026

NGO

Verbraucherzentrale

Kein Datum angegeben

NGO

Verbraucherzentrale Niedersachsen

Stand:
23. Juli 2025

Hilde O in einer lebhaften Diskussion über Online-Sicherheit.

Hilde Ollig

Hilde Ollig ist Rechercheurin bei Mimikama, Österreichs
führender Faktencheck-Organisation. Sie ist spezialisiert
auf die Überprüfung von Behauptungen in sozialen Medien
und unterstützt das Redaktionsteam mit akribischer
Quellenarbeit bei der Aufklärung über Internetmissbrauch.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

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