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Startseite»Nachrichten»Auch DFB bellt laut mit: Es hagelt Ohrfeigen für „unverantwortlichen“ Gianni Infantino
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Auch DFB bellt laut mit: Es hagelt Ohrfeigen für „unverantwortlichen“ Gianni Infantino

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 1, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Auch DFB bellt laut mit

Es hagelt Ohrfeigen für „unverantwortlichen“ Gianni Infantino

01.08.2026 | 14:19 Uhr

Von dem geplanten Investorendeal der FIFA hielt der DFB herzlich wenig. Nach dem Scheitern von Gianni Infantinos Plänen empört sich der deutsche Verband über den FIFA-Boss. Auch aus Dänemark kommt Klartext.

Der Deutsche Fußball-Bund fordert im Zuge der krachend gescheiterten Pläne von Gianni Infantino für einen FIFA-Investorendeal eine „lückenlose Aufklärung“ der Hintergründe. „Der FIFA-Präsident hat eigenmächtig, intransparent und letztlich auch unverantwortlich im Sinne des Fußballs gehandelt“, teilte DFB-Präsident Bernd Neuendorf auf Anfrage des Sportinformationsdienst mit.

Wie die UEFA drängt Neuendorf auf grundlegende Änderungen im Weltverband. „Wir müssen gemeinsam mit der UEFA und anderen Konföderationen dafür sorgen, dass bei der FIFA eine grundsätzlich andere Kultur einzieht. Eine Kultur, in der vor allem Entscheidungen wieder von den Mitgliedern in den Gremien diskutiert und getroffen werden“, sagte der 65-Jährige. 

Zuvor hatte die UEFA ein scharfes Statement veröffentlicht. Sie hatte mit erstaunlich deutlichen Worten einen Kulturwechsel im Weltverband gefordert. Infantino warf die UEFA vor, einen „schäbigen und undurchsichtigen Deal“ eingefädelt zu haben. „Die aktuelle FIFA-Führung hat nicht nur das Vertrauen der UEFA, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußballfamilie verloren“, hieß es in einer UEFA-Stellungnahme am Samstagmittag: „Wir können nicht länger so weitermachen mit geheimen, in Windeseile durchgepeitschten Plänen, die von anonymen Akteuren ausgeheckt werden und dem Fußball nur zweifelhaften Nutzen bringen. Wir müssen die Verantwortlichen ermitteln und zur Rechenschaft ziehen.“

„Ich kann ihn nicht unterstützen“

In der Nacht zum Samstag hatte die FIFA die Pläne beendet, Anteile an den kommerziellen Rechten seiner Wettbewerbe wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM an private Investoren zu verkaufen. „Dieser Schritt der FIFA ist unausweichlich. Der Versuch, FIFA-Wettbewerbe für private Investoren zu öffnen, ist krachend gescheitert, befand Neuendorf und lobte die Einigkeit der europäischen Verbände..

Gianni Infantino hat sich verzockt

Auch der dänische Fußballverband stellte sich mit deutlichen Worten gegen Infantino. Er stimme der UEFA voll und ganz zu, dass das Vertrauen in Infantino verloren gegangen sei, sagte DBU-Chef Jesper Møller laut einer Mitteilung. „Deshalb kann ich ihn auch nicht unterstützen.“ Den Vorschlag zurückzuziehen, sei „die einzig richtige Entscheidung – und sie war zu erwarten“, so Møller. „Der internationale Fußball stand an einem Scheideweg, an dem einige der Werte, die den Kern und die Seele des Fußballs ausmachen, unter Druck geraten waren.“

Lise Klaveness, Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes, und ewige Gegnerin des FIFA-Chefs meldete sich via X: „Dies darf nicht bloß in einem weiteren Machtkampf enden … wir müssen diesen Moment auch nutzen, um unsere eigenen Grundsätze der Unternehmensführung tatsächlich zu leben und die interne Kultur von Angst und politischem Taktieren hin zu mehr Offenheit zu wandeln.“

Kritik von allen Seiten

Der niederländische Fußballverband KNVB distanzierte sich ebenfalls von Infantino. „Mit dem Rückzug des Vorschlags ist die Angelegenheit für den KNVB nicht erledigt. Die Art und Weise, wie dieser Prozess verlaufen ist, hat zu einem grundlegenden Vertrauensbruch im Führungsstil des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino geführt. Der KNVB hat kein Vertrauen mehr in seine Führung“, hieß es in einem Statement. „Diese Situation erfordert ein ernsthaftes Gespräch über die Zukunft der Governance und Führung innerhalb der FIFA.“

Die englische FA forderte derweil eine Neuausrichtung des Weltverbandes. „Es ist an der Zeit für eine umfassende und gründliche Überprüfung der Führung und Governance der FIFA, um sicherzustellen, dass das globale Spiel transparent geführt wird“, hieß es in einer Reaktion bei X.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa/sid

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