KURZMELDUNG · ÖSTERREICH
Beim WhatsApp-Login erscheint plötzlich die Aufforderung, zuerst Android oder iOS zu aktualisieren. Überspringen lässt sich der Hinweis nicht. Das auf WhatsApp-Neuerungen spezialisierte Portal WABetaInfo dokumentierte diesen Login-Stopp am 5. Oktober 2026 bei einzelnen Konten und Geräten.
Die Prüfung wird laut WABetaInfo serverseitig aktiviert. Dafür ist kein bestimmtes WhatsApp-Update nötig. Die Sperre kann daher unabhängig davon auftauchen, welche Version der App auf dem Smartphone installiert ist.
Der neue Mechanismus ist von den offiziellen Mindestanforderungen zu unterscheiden. Laut WhatsApp werden derzeit Android 6.0 oder neuer sowie iOS 15.1 oder neuer unterstützt. Für iPhones steigt die Mindestanforderung am 30. November 2026 auf iOS 15.5.
Ob WhatsApp mit der neuen Prüfung nur diese bekannten Grenzen durchsetzt oder auch ältere, formal noch unterstützte Systemstände blockiert, wissen wir nicht. WhatsApp beziehungsweise Meta hat bisher keine Liste der konkret betroffenen Versionen veröffentlicht.
Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt Nachrichten während der Übertragung. Sicherheitslücken im Betriebssystem können aber ermöglichen, dass Schadsoftware Inhalte direkt auf dem Gerät erfasst. Der Fall zeigt deshalb ein grundsätzliches Problem: Ein Messenger kann seine App absichern, bleibt aber vom Sicherheitszustand des Smartphones abhängig.
Quellen
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