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Startseite»Nachrichten»„Nichts als eine neue Lüge“: Iran widerspricht Trump bei angeblicher Bitte um Angriffspause
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„Nichts als eine neue Lüge“: Iran widerspricht Trump bei angeblicher Bitte um Angriffspause

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 2, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Nichts als eine neue Lüge“Iran widerspricht Trump bei angeblicher Bitte um Angriffspause

Riesige Anti-Trump-Plakatwand in Teheran: Irans Führung zeigt sich weiter kämpferisch. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Haben die USA und Israel ihre Angriffe auf den Iran wirklich ausgesetzt, weil Teheran darum gebeten hat? US-Präsident Trump behauptet dies. Die iranische Führung dementiert scharf – und stellt ihrerseits eine Bedingung für die Deeskalation.

Iranische Militärvertreter haben die Darstellung von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, Teheran habe Washington um einen Verzicht auf neue Angriffe gebeten. Diese Aussage sei „nichts als eine neue Lüge“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Mehr die Militärvertreter. „Unsere Streitkräfte befinden sich in höchster Alarmbereitschaft und sind auf jede Eventualität vorbereitet“, hieß es weiter.

Trump hatte am Samstag erklärt, die USA und Israel verzichteten vorerst auf geplante Angriffe gegen den Iran. Teheran und weitere Staaten der Region hätten Washington darum gebeten, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne. „Auf Grundlage dieser Bitte habe ich zugestimmt, (…) den Angriff abzusagen“, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. „Das Land Israel schließt sich mir bei dieser Zusage an.“

Voraussetzung sei allerdings, dass ein Abkommen mit dem Iran schnell zustande komme, hatte Trump ergänzt. Eine etwaige Vereinbarung müsse eine „sofortige, vollständige und komplette Öffnung der Straße von Hormus“ sowie ein „Ende von Irans atomarer Bedrohung“ umfassen, erklärte der US-Präsident. „Macht euch an die Arbeit, alle, und bringt es zu Ende.“

Auch mit Blick auf die Straße von Hormus wies Teheran Trumps Forderung zurück. „Solange die USA ihre feindseligen Handlungen fortsetzen, wird die Straße von Hormus geschlossen bleiben“, zitierte die Nachrichtenagentur Fars eine Quelle aus dem Umfeld des iranischen Atomverhandlungsteams. Der Iran hat die strategisch und ökonomisch wichtige Meerenge seit Beginn des Kriegs weitgehend abgeriegelt. Durch die Straße von Hormus werden normalerweise rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggasförderung transportiert.

Saudi-Arabien bittet Trump um Zurückhaltung

Unterdessen hat Saudi-Arabiens Kronprinz und Ministerpräsident Mohammed bin Salman Trump in einem Telefonat zur Deeskalation aufgerufen. Der Kronprinz und faktische Herrscher des einflussreichen Königreichs habe Dialog angemahnt, um eine weitere Eskalation zu verhindern, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Es müsse alles unternommen werden, um die Lage zu beruhigen und den Weg für diplomatische Lösungen zu ebnen. Ziel sei es, die Sicherheit und Stabilität der Region zu wahren und ein Abrutschen in einen größeren Konflikt mit regionalen und internationalen Folgen zu verhindern.

Der Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen in der Region. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen iranische Häfen.

Quelle: ntv.de, kst/AFP/dpa

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