Im US-Bundesstaat Michigan hat sich der linke Gesundheitspolitiker Abdul El-Sayed knapp die Kandidatur der Demokraten für die Senatswahlen im November gesichert. Die Wahl galt auch als Stimmungstest.
Der als progressiv geltende Demokrat Abdul El-Sayed hat sich im US-Bundesstaat Michigan in einer viel beachteten parteiinternen Vorwahl für einen Sitz im US-Senat durchgesetzt. Er gewann gegen die derzeitige Abgeordnete des US- Repräsentantenhauses Haley Stevens. Sie war die Wunschkandidatin des Partei-Establishments der Demokratischen Partei und hatte im Wahlkampf vor allem für den Schutz von Sozialleistungen und die Stärkung der Autoindustrie geworben.
El-Sayed dagegen steht für den linken Parteiflügel um Bernie Sanders. Er fordert eine staatliche Krankenversicherung für alle, strengere Regeln für Großkonzerne und einen Kurswechsel in der amerikanischen Israelpolitik. Sein Sieg wird den Linken innerhalb der Demokratischen Partei erheblichen Rückenwind geben.
Ohne Sieg in Michigan haben Demokraten kaum Chancen auf eine Mehrheit
Michigan ist ein wichtiger Swing State. Bei den Zwischenwahlen im November muss El-Sayed den bislang demokratischen Senatssitz gegen die Republikaner verteidigen. Moderate Demokraten fürchten allerdings, dass seine linken Positionen Wechselwähler abschrecken könnten.
Ohne einen Sieg in Michigan haben die Demokraten kaum Chancen auf eine Mehrheit im Senat.

