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Startseite»Nachrichten»„Wie ein Film“: Felix Lobrecht ging nach Einbruch auf Verbrecherjagd
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„Wie ein Film“: Felix Lobrecht ging nach Einbruch auf Verbrecherjagd

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 5, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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„Wie ein Film“Felix Lobrecht ging nach Einbruch auf Verbrecherjagd

Comedian Felix Lobrecht bei Madame Tussauds Berlin. Das hier ist der echte. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Wohnung des Berliner Comedians Felix Lobrecht wird kürzlich von Einbrechern verwüstet. Mit verschiedenen Wertgegenständen als Beute flüchten die Täter. Doch gemeinsam mit der Polizei setzt der 37-Jährige den Dieben nach.

Comedian Felix Lobrecht ist jüngst Opfer eines Einbruchs in seiner Berliner Wohnung geworden. Das berichtet der 37-Jährige in der aktuellen Folge seines Podcasts „Gemischtes Hack“, den er gemeinsam mit Tommi Schmitt aufnimmt. Den Vorfall schildert er dort ausführlich.

Gegen 22.30 Uhr sei er nach Hause gekommen, erzählt Lobrecht. Lange sei er zuvor nicht unterwegs gewesen. Als er seine Wohnungstür aufschließen wollte, habe ihn plötzlich jemand an der Schulter gepackt. Hinter ihm habe ein junger Mann gestanden und gesagt: „Nicht erschrecken, Kripo.“ Dann habe er ergänzt: „Nicht erschrecken, wenn Sie reingehen, bei Ihnen wurde eingebrochen. Die ganze Wohnung ist voller Beamter.“

In der Wohnung hätten zwölf Polizisten – in Zivil und Uniform – auf ihn gewartet. Mit der Situation sei er völlig überfordert gewesen. Das Ganze habe sich angefühlt „wie ein Film“, berichtet der 37-Jährige.

Einbrecher wollten Safe mit Flex öffnen

In der Wohnung bot sich ihm ein Bild der Verwüstung: Seine Sachen lagen quer über die Räume verteilt, sämtliche Schränke waren durchwühlt. Dazu kam ein beißender Brandgeruch, dessen Ursache schnell klar wurde. Die Einbrecher hatten offenbar versucht, den Safe mit einer Flex aufzuschneiden. Der dabei entstandene Rauch löste jedoch den Brandmelder aus – dessen Lärm die Täter mutmaßlich in die Flucht schlug. Der Tresor blieb verschlossen, und darin habe er glücklicherweise alle Wertgegenstände aufbewahrt, berichtet Lobrecht.

Nach Angaben von Nachbarn sollen zwei als Bauarbeiter verkleidete Männer über ein Baugerüst, das um das gesamte Haus ging, zu seiner Terrasse hochgestiegen sein. Über das Fenster und dasselbe Gerüst seien sie später auch geflüchtet. Die Nachbarn alarmierten die Polizei und hielten die Männer auf Fotos und Videos fest. Wiedererkannt habe Lobrecht darauf nur die Rucksäcke, darunter einer von Louis Vuitton, denn die gehörten ihm.

Beim Aufräumen fiel ihm auf, dass auch seine AirPods verschwunden waren. Die lassen sich orten, und tatsächlich schlug die Ortung in Treptow an. Gemeinsam mit einer aus seiner Sicht „extrem hilfsbereiten und netten Polizei“ fuhr er noch am selben Abend hin und ging „auf Verbrecherjagd“, allerdings ohne Erfolg.

Einbrecherjagd „machte Spaß“

Am nächsten Tag der zweite Versuch, diesmal mit Zivilbeamten. Lobrecht erinnerte sich, dass die Kopfhörer einen Signalton abspielen können, was allerdings nur einmal sinnvoll wäre: Danach wüssten die Täter, dass jemand nach den Geräten sucht. Verstärkung wurde angefordert, dann bewegte sich der Standort plötzlich Richtung Neukölln. Der Konvoi fuhr hinterher, bis sich der Verdacht auf ein Auto verdichtete. Die Kennzeichenabfrage ergab, dass der Halter wegen Diebstählen und Einbrüchen bereits polizeibekannt war. Es sei ab dem Indiz „richtig spannend“ gewesen und habe auch „Spaß gemacht“, räumt der Comedian über die Tätersuche ein.

Bei der Kontrolle fanden die Beamten die Kopfhörer im Kofferraum, dazu einen Pullover, der auf einem der Nachbarschaftsfotos zu sehen gewesen sei. Der Mann habe sich „total entspannt“ gegeben und angegeben, die AirPods von einem Junkie gekauft zu haben. Die Polizei könne inzwischen belegen, dass er einer der mutmaßlichen Einbrecher sei, sagt Lobrecht und schiebt selbst hinterher: „Man muss immer mutmaßlich sagen. Er redet nicht.“ Der zweite Mann und der Großteil der Beute sind bislang nicht aufgetaucht. „Ich will meine Sachen zurückhaben“, betont Lobrecht.

Sicher fühlt sich der Comedian in den eigenen vier Wänden trotzdem nicht. Er sei „völlig paranoid“. Kameras und eine Alarmanlage habe er installieren lassen, die Wohnung sei nun „wie Fort Knox“. Sein ohnehin schlechter Schlaf habe sich auch nicht verbessert. „Beschmutzt und unsicher“ fühle sich das Zuhause weiterhin an, ob er dort bleiben könne oder umziehen müsse, wisse er noch nicht. Immerhin: Das Baugerüst ist inzwischen abgebaut.

Quelle: ntv.de, lme/spot

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