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Startseite»Nachrichten»Sternwarte bestätigt Vermutung: Schrottteil einer SpaceX-Rakete schlägt auf dem Mond ein
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Sternwarte bestätigt Vermutung: Schrottteil einer SpaceX-Rakete schlägt auf dem Mond ein

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Sternwarte bestätigt VermutungSchrottteil einer SpaceX-Rakete schlägt auf dem Mond ein

Die Trägerrakete Falcon 9 hatte Anfang 2025 Mondlandgeräte ins All befördert. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Auf dem Mond schlagen regelmäßig Meteoriten ein, Kollisionen mit Weltraumschrott sind dagegen selten. Ein Teil einer SpaceX-Rakete hat unplanmäßig den Erdtrabanten getroffen, belegen Teleskopaufnahmen. Das Raketenteil ist vom Kurs abgekommen.

Ein vier Tonnen schweres Schrottteil einer SpaceX-Rakete ist Wissenschaftlern zufolge auf dem Mond eingeschlagen. Die in Chile ansässige Europäische Südsternwarte (ESO) teilte mit, dass sie mit Hilfe ihres hochentwickelten Teleskops entsprechende Spektrallinien entdeckt habe. Der Aufprall habe sich genau so ereignet wie erwartet.

Durch die enorme Wucht des Aufpralls wurde extreme Hitze freigesetzt. Die Trümmerteile der Rakete und Mondstaub verdampften teils schlagartig. Die Atome in dieser Gaswolke wurden energetisch aufgeladen und leuchteten für wenige Minuten in spezifischen Farben – wodurch charakteristische Spektrallinien entstanden.

Die SpaceX-Trägerrakete Falcon 9 hatte im Januar 2025 zwei Mondlandgeräte ins All befördert. Der Raketenantrieb landete auf der Erde, die oberste Raketenstufe blieb jedoch im All. Durch „eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft“ sei das Raketenteil von seinem berechneten Kurs abgekommen. Es sei unbeabsichtigt auf den Mond zugesteuert, räumte die zuständige SpaceX-Direktorin Julianna Scheiman vor dem Aufprall ein.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa sowie die südkoreanische Raumfahrtagentur hatten im Vorfeld angekündigt, mit ihren Weltraumsonden Fotos von der Einschlagstelle aufnehmen zu wollen. Bis zur Übermittlung der Bilder könnte es aber mehrere Tage dauern – eine offizielle Bestätigung von dieser Seite steht also noch aus. Die Nasa will in Zukunft eine Weltraumbasis auf dem Mond errichten, Erkenntnisse über mögliche Kollisionen mit Weltraumschrott sind daher wichtig.

Auf dem Mond schlagen zwar regelmäßig Meteoriten ein, Kollisionen mit Raketenteilen oder anderem Weltraumschrott sind aber selten. Schätzungen der Europäischen Weltraumbehörde Esa zufolge befinden sich derzeit mehr als 46.000 Teile Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn, die zusammen rund 17.000 Tonnen wiegen.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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