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Startseite»Nachrichten»Brasilien zieht Botschafter aus Argentinien ab
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Brasilien zieht Botschafter aus Argentinien ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Streit eskaliertBrasilien zieht Botschafter aus Argentinien ab

Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva auf dem Parteitag seiner Arbeiter-Partei „Partido dos Trabalhadores“. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Jahrzehntelange Spannungen zwischen Argentinien und Brasilien erreichen einen neuen Höhepunkt. Der argentinische Präsident poltert ohne Ende Beleidigungen – Brasilien reagiert prompt und fährt die diplomatischen Beziehungen drastisch herunter.

Der diplomatische Eklat zwischen Brasilien und Argentinien hat sich weiter verschärft. Nach erneuten verbalen Attacken des rechtsgerichteten argentinischen Präsidenten Javier Milei gegen seinen linken brasilianischen Amtskollegen Luiz Inácio Lula da Silva stufte Brasilien die diplomatischen Beziehungen zu Argentinien herab, wie das argentinische Außenministerium in Buenos Aires mitteilte.

Die brasilianische Regierung habe dem argentinischen Botschafter in Brasilien, Daniel Raimondi, ihre Entscheidung mitgeteilt, die diplomatische Vertretung auf die Ebene von Geschäftsträgern zu reduzieren und die Rückkehr des Botschafters nach Argentinien zu beantragen, hieß es aus Buenos Aires. Von brasilianischer Seite gab es zunächst keine Informationen. 

„Die Argentinische Republik nimmt den einseitig von der Regierung der Föderativen Republik Brasilien gefassten Beschluss zur Kenntnis und bedauert deren Entscheidung, sich aus rein ideologischen Gründen weiterhin vom Rest der Region zu isolieren“, kommentierte das argentinische Außenministerium die Entscheidung.

Milei zeigt überhaupt keine Einsicht

Der Streit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften Südamerikas hatte vor anderthalb Wochen begonnen, als Milei bei der Nominierung des rechtsgerichteten brasilianischen Präsidentschaftskandidaten und Senator Flávio Bolsonaro den aktuellen Amtsinhaber Lula als „Dieb“ und „Häftling“ bezeichnete. Zudem rief Milei dazu auf, dem „sozialistischen Abschaum“ in Lateinamerika den Rücken zu kehren. Lula saß von April 2018 bis November 2019 in Brasilien wegen Korruption in Geldwäsche in Haft. Die Urteile wurden später wegen mangelnder Neutralität des Gerichts und formaler Fehler aufgehoben.

Brasilien reagierte, indem es seinen Botschafter aus Buenos Aires abzog. Anstatt sich zu entschuldigen, legte Milei im argentinischen Fernsehen mit weiteren Beleidigungen nach.

Argentiniens Außenminister Pablo Quirno bedauerte in einer Pressekonferenz die Entscheidung Brasiliens. Er sagte aber, dass es in der Vergangenheit auch Beleidigungen in Richtung Milei durch die brasilianische Regierung gegeben habe. Quirno kündigte an, dass die argentinische Regierung an der Einberufung eines Treffens gleichgesinnter Staatschefs der Region arbeite.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa

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