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Startseite»Nachrichten»Kleine Einsicht, großer Angriff: So verteidigt die FIFA ihren angeschlagenen Boss Infantino
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Kleine Einsicht, großer Angriff: So verteidigt die FIFA ihren angeschlagenen Boss Infantino

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 6, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Kleine Einsicht, großer Angriff

So verteidigt die FIFA ihren angeschlagenen Boss Infantino

06.08.2026 | 06:06 Uhr

Ein angedeutetes Fehlereingeständnis, aber keine Spur von Rücktrittsgedanken – und ein satter Gegenangriff auf seine Kritiker: FIFA-Präsident Gianni Infantino bleibt nach einem Krisentreffen im Amt. Wie der Fußball-Weltverband am späten Mittwochabend mitteilte, habe der 56-jährige Schweizer bei der Zusammenkunft mit ranghohen Funktionären im FIFA-Büro für Afrika klare Rückendeckung erfahren. Die FIFA-Erklärung im Wortlaut.

„Im Anschluss an ein Treffen in Rabat bekräftigten der FIFA-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der FIFA-Geschäftsleitung ihre uneingeschränkte Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino – den einzigen Amtsträger, der von den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden gewählt wurde. Der FIFA-Präsident seinerseits bekräftigte seine volle Unterstützung für den FIFA-Generalsekretär und die FIFA-Administration sowie für deren notwendige und hervorragende Arbeit bei der Umsetzung seiner Vision. 

Es wurde erörtert und vereinbart, dass die Prozesse, die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen dem FIFA-Präsidenten, dem Generalsekretär und der Geschäftsleitung – welche die Umsetzung dieser Vision unterstützen – hinsichtlich ihrer Effektivität und Effizienz kontinuierlich verbessert werden können und sollen.

Die hervorragende Arbeit der FIFA-Administration, die eine erfolgreiche Durchführung der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sicherstellte, wurde gewürdigt; dieser Erfolg wäre ohne das geschlossene Auftreten und die Teamarbeit von FIFA-Präsident, FIFA-Generalsekretär und FIFA-Administration nicht möglich gewesen.

„Fehler unterlaufen sind“

Vor diesem Hintergrund ist die FIFA-Führungsebene fest davon überzeugt, dass die Ergebnisse des heutigen Treffens die Governance der FIFA stärken, das Vertrauen in die Organisation wiederherstellen und es ermöglichen werden, sich geschlossen und transparent auf die anstehenden Großereignisse und Herausforderungen vorzubereiten und gleichzeitig die Mission der weltweiten Entwicklung des Fußballs fortzusetzen.

Bei dem Treffen wurde auch der „FIFA Forward Enterprise“-Vorschlag (FFE) thematisiert und eingeräumt, dass dabei Fehler unterlaufen sind. Es herrschte Einigkeit darüber, dass es nicht die Absicht war, dem FIFA-Rat und den FIFA-Mitgliedsverbänden das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass das Verfahren anders hätte gehandhabt werden müssen. Zudem wurde anerkannt, dass auch nach dem Bekanntwerden des Vorschlags in den Medien Fehler gemacht wurden. 

In einem separaten Schreiben an den FIFA-Rat und die FIFA-Mitgliedsverbände wurde für diese Fehler um Entschuldigung gebeten und zugesichert, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen werden. Nun wird eine Überprüfung durchgeführt; der entsprechende Bericht wird dem FIFA-Rat bei seiner nächsten geplanten Sitzung vorgelegt. 

Wie bereits mitgeteilt, ist der FFE-Vorschlag – dessen Umsetzung von der Zustimmung der FIFA-Mitgliedsverbände und des FIFA-Rats abhängig gewesen wäre – nun vom Tisch. Nach der Einstellung des Projekts wurde vereinbart, dass die FIFA keinerlei Angriffe auf ihre Integrität, ihre Grundsätze guter Unternehmensführung und die Einhaltung ordnungsgemäßer Verfahren mehr dulden und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen wird, um ihren Namen und ihren Ruf zu schützen und zu wahren. Aus solchen Situationen lassen sich stets Lehren ziehen, und die FIFA wird ihre Prozesse angesichts dieser Erfahrung weiter verbessern. In diesem speziellen Fall ist jedoch hervorzuheben, dass – auch wenn Fehler unterlaufen sind – sämtliche Maßnahmen in voller Übereinstimmung mit dem Regelwerk der FIFA erfolgten.

Die FIFA wird eng mit den relevanten Interessenträgern zusammenarbeiten, um zu prüfen, wie sie die Entwicklung des Fußballs durch das Programm „FIFA Forward“ zum Wohle ihrer 211 Mitgliedsverbände, der Konföderationen und der Regionalverbände weiter unterstützen kann.“

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid

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