Schwere Gewitter und Unwetter mit Starkregen haben in Teilen Österreichs Schlammlawinen und Überflutungen verursacht. Auch beliebte Urlaubsregionen sind betroffen. In Bad Gastein wurden Wanderer in Sicherheit gebracht.
In Österreich haben schwere Unwetter lokale Überflutungen und Schlammlawinen ausgelöst. Wie die Tiroler Polizei am Freitag mitteilte, waren vor allem die westlichen Bergregionen betroffen. Demnach gingen in der beliebten Urlaubsregion Zillertal am Vorabend drei Muren an Berghängen ab. Straßen seien zeitweise von Schlamm blockiert gewesen.
Im Bundesland Salzburg traten wegen des Starkregens Bäche über die Ufer. In Uttendorf, einer besonders stark betroffenen Gegend waren Helfer die ganze Nacht im Einsatz. Wie die ORF unter Berufung auf die Landesfeuerwehr berichtete, trat der Tobersbach über die Ufer. Der Bach bahnte sich seinen Weg über Straßen, Höfe und Felder.
Wanderer bei Bad Gastein evakuiert
In Innsbruck und Kitzbühel mussten Feuerwehrleute wegen überfluteter Keller und Straßen ausrücken, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Verletzt wurde demnach niemand.
Auch in den Tourismusorten Dorfgastein und Bad Gastein gingen Schlammlawinen ab. Laut einem Bericht des Senders ORF wurden auf einer Berghütte bei Bad Gastein insgesamt elf Menschen eingeschlossen. Sechs Wanderer wurden am Donnerstagabend mit einem Helikopter ausgeflogen. Die Mitarbeiter der Hütte blieben vor Ort.
In Österreich war am Mittwoch mit 41,2 Grad in Bad Deutsch-Altenburg nahe der slowakischen Grenze ein Hitzerekord gemessen worden. Es war dort der zweite historische Höchstwert binnen weniger Tage. Mitteleuropa ist derzeit erneut von einer außergewöhnlichen Hitzewelle und Dürre betroffen.
