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Startseite»Politik»Ukraine greift erneut russischen Onlinehändler Wildberries an
Politik

Ukraine greift erneut russischen Onlinehändler Wildberries an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 07.08.2026 • 17:05 Uhr

Seit einigen Wochen greift die Ukraine immer wieder Lagerhäuser des russischen Onlinehändlers Wildberries an. Russland nimmt derweil weiter ukrainische Ziele ins Visier – unter anderem im Schwarzen Meer.

Die Ukraine hat erneut den russischen Onlinehändler Wildberries angegriffen. Ziel eines Drohnenangriffs war ein Lagerhaus des Unternehmens in Jekaterinburg, der viertgrößten Stadt Russlands. Das Unternehmen teilte mit, das Lagerhaus sei durch den Angriff in Brand geraten. Die meisten der dort gelagerten Waren sei jedoch unbeschädigt geblieben. Artyom Zhoga, der Vertreter des Kremls in der Region, erklärte, 800 Menschen seien aus dem Lager evakuiert worden. Verletzt worden sei niemand.

Seit dem 18. Juli wurden mindestens 20 Lagerhäuser des Unternehmens attackiert. Die Ukraine will so den Krieg für die russische Zivilbevölkerung spürbar machen und die Kosten für die Fortsetzung der russischen Angriffe in die Höhe treiben.

Die Angriffe auf Wildberries treffen auch viele kleine Händler. Entschädigungen gibt es für sie kaum. Die Firma schütze ihre Lagerhallen so gut es geht, sagte Wildberries-Chefin Tatjana Kim. Sie sieht das Unternehmen nicht in der Pflicht, die Betroffenen zu entschädigen. Bei den Angriffen handele es sich um höhere Gewalt. Die Ukraine wirft Wildberries vor, auch Waren zu verkaufen, die zur Kriegsführung eingesetzt werden können.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

Russland greift Schiffe an

Auch Russland greift weiter an. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden im Schwarzen Meer drei Schiffe angegriffen, die Militärgüter für die Ukraine transportiert haben sollen. Demnach geriet auch ein Frachtschiff im Hafen von Mykolajiw ins Visier der russischen Streitkräfte.

Die Aktion fügt sich in eine Reihe von Angriffen ein. In dieser Woche hat Russland bereits 34 Schiffe angegriffen, die nach seiner Darstellung vom ukrainischen Militär genutzt wurden.

Zudem verkündete Russland Fortschritte an der Front: Wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtete, brachten russische Truppen die Siedlung Anyschtyschne in der ukrainischen Region Charkiw unter ihre Kontrolle.

Hunderte Menschen verlassen Kramatorsk

In der Ukraine starben bei den jüngsten Angriffen mehrere Menschen. Die ukrainische Luftwaffe meldete Angriffe von 147 russischen Langstreckendrohnen. Zwei Menschen starben in der Stadt Isjum in der Ostukraine, weitere seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Im benachbarten Gebiet Sumy wurden bei einem Drohnenangriff auf einen Markt den Angaben zufolge zehn Menschen verletzt.

Die Ukraine evakuiert zudem mehrere hundert Menschen aus der Stadt Kramatorsk. Innerhalb von 24 Stunden seien bereits mehr als 800 Menschen aus der Stadt gebracht worden, teilte der Leiter der Militärverwaltung der Region, Wadym Filaschkin, mit.

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