Ein Ballsaal nach den Wünschen von US-Präsident Trump: Gold, Marmor und Stuck sollen das neue Prunkstück am Weißen Haus prägen. Doch ein US-Gericht hat das Bauprojekt vorerst gestoppt. Trump will Berufung einlegen.
US-Präsident Donald Trump muss eine Niederlage hinnehmen: Ein Gericht hat den geplanten Bau des neuen Ballsaals am Weißen Haus vorerst gestoppt. Trump dürfe das Gebäude nicht eigenmächtig bauen lassen, hieß es in der Begründung. Stattdessen müsse er die Zustimmung des Kongresses einholen.
Das Gericht räumte der Trump-Regierung 14 Tage Zeit ein, um gegen die Entscheidung vorzugehen und den Fall vor den Obersten US-Gerichtshof zu bringen. Trump kündigte umgehend an, Berufung einzulegen, wie er auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Er bezeichnete die Entscheidung des Gerichts als „völlig falsch“.
Ein Prestigeprojekt für Trump
Der Ballsaal gilt als eines von Trumps Prestigeprojekten. Für den Bau wurde der historische Ostflügel des Weißen Hauses abgerissen. Seit dem Herbst 2025 laufen die Arbeiten.
Denkmalschützer waren gegen die US-Regierung vor Gericht gezogen, um Trumps Prestigeprojekt zu stoppen. Das Projekt ist wegen der Kosten, des Vergabeverfahrens und der Eingriffe in das historische Ensemble des Weißen Hauses stark umstritten. Es war bereits mehrfach Gegenstand von Gerichtsverfahren.
