EM-Drama um Weltmeister
Mattia Furlani wird im Rollstuhl aus dem Stadion gebracht
10.08.2026 | 14:48 Uhr
Weitsprung-Weltmeister Mattia Furlani geht bei der Europameisterschaft als Topfavorit an den Start. Doch der Italiener hat ebenso Pech wie vor ihm schon der deutsche Meister.
Der italienische Weitsprung-Weltmeister Mattia Furlani ist bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham nach einer Verletzung im Rollstuhl abtransportiert worden. Der Mitfavorit landete in der Qualifikation am Auftakttag der EM nach seinem Versuch auf 7,73 Meter unglücklich in der Sandgrube.
Danach hielt sich der 21-Jährige das rechte Bein und humpelte stark. Furlani konnte nicht mehr zu den weiteren beiden Versuchen antreten, medizinisches Personal schob ihn daraufhin im Rollstuhl aus dem Alexander Stadium. Der Olympia-Dritte von Paris hatte sich im Vorjahr mit 8,39 Metern den WM-Titel in Tokio geholt. In dieser Saison sprang Furlani bisher 8,43 Meter, damit kam er als Nummer fünf in Europa zur EM.
Dort hatte vor ihm schon der deutsche Meister Simon Batz Pech. Batz, der mit 8,29 Metern den nationalen Titel geholt hatte, verletzte sich in Birmingham beim Einspringen am Oberschenkel und konnte gar nicht erst zur Qualifikation antreten. „Ich glaube, ich hätte auf jeden Fall vorne mitmischen können“, sagte Batz in der ARD. Er habe sich „super gefühlt“. „Umso bitterer“ sei das verletzungsbedingte Aus. Zuvor hatten schon Lauf-Ass Mohamed Abdilaahi und Hochspringer Tobias Potye ihren Start verletzt abgesagt.
Yemisi Mabry haut direkt richtig einen raus
Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry hat es derweil locker ins Finale geschafft und hat ihre Ambitionen auf eine Medaille untermauert. Die seit Frühjahr verheiratete Mabry – früher Ogunleye – stieß gleich im ersten Versuch 19,25 Meter und übertraf damit als Beste die Qualifikationsweite von 18,20 Metern souverän. Schon heute Abend um 20.03 Uhr deutscher Zeit (ARD und Eurosport) geht es für die Überraschungsolympiasiegerin von Paris 2024 um Edelmetall.
Mabry ist nicht die einzige Deutsche im Finale. Auch ihre Teamkolleginnen Nina Chioma Ndubuisi (17,71 Meter) als Neunte und Katharina Maisch (17,64 Meter) als Elfte stehen im Endkampf, sind dort aber Außenseiterinnen.
Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa
