„Geil, einfach geil“
Mit Rekordreiterin Werth: Deutsches Dressur-Team gewinnt 13. WM-Titel
12.08.2026 | 17:43 Uhr
Die erfolgreichste Reiterin der Geschichte gewinnt eine weitere Goldmedaille. Isabell Werth jubelt mit dem deutschen Dressur-Team im größten Reit-Stadion der Welt über den WM-Titel.
Angeführt von Rekord-Olympiasiegerin Isabell Werth sind die deutschen Dressurreiter bei den Heim-Weltmeisterschaften in Aachen mit einem dominanten Ergebnis zum Mannschaftsgold geritten. Die erfolgreichste Dressurreiterin der Geschichte und ihre Erfolgsstute Wendy brachten den Vorsprung als Schlusspaar ins Ziel und machten den 13. Titel für Deutschland mit insgesamt 235,063 Prozent perfekt. Durch den Sieg vor den Mannschaften aus Großbritannien (231,445) und Dänemark (229,426) vereint die deutsche Equipe nun die drei größten Titel des Sportes.
Werth und Wendy ritten am Mittwochabend mit einer etwas wackeligen Vorstellung im Aachener Hauptstadion zu 79,876 Prozentpunkten, insgesamt war es die viertbeste Leistung des Tages. Das Top-Ergebnis lieferte die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Freestyle (82,376). Ihre Stellung als Dressur-Weltmacht hat die Mannschaft von Bundestrainerin Monica Theodorescu damit aber bewiesen. Vier Jahre nach dem WM-Bronze von Herning sind die deutschen Reiter dank einer guten Mannschaftsleistung wieder das Maß aller Dinge: Dem Olympia-Gold von Paris 2024 und dem EM-Sieg des Vorjahres folgte nun der dritte große Erfolg nacheinander.
Zehnter WM-Titel für Werth
Werth feierte mit ihrem insgesamt zehnten WM-Titel eine siegreiche Rückkehr: 20 Jahre nach ihrem Doppelgold mit Satchmo bei der letzten Austragung der Wettkämpfe in Aachen konnte sich die Dressurikone auf die gesammelte Stärke der Mannschaft verlassen, die sie mit über vier Prozentpunkten Vorsprung auf das Viereck schickte.
Denn ihre Teamkollegen Katharina Hemmer (mit Denoix) und Frederic Wandres (mit Bluetooth), Teil des siegreichen EM-Teams 2025, trumpften mit 79,224 und 75,963 Prozentpunkten auf. Besonders Hemmer hatte ihre beiden Teamkameraden begeistert. „Geil, einfach geil“, kommentierte Raphael Netz den Ritt seiner Kollegin. Netz lieferte auf Camelot bei seinem ersten Großereignis eine starke Leistung (73,338), in die Wertung zählen jedoch nur die besten drei Ergebnisse.
Die nächsten Medaillen könnten bereits am Freitag im Grand Prix Spezial (ab 10.50 Uhr) folgen. Neben Mitfavoritin Werth hat sich auch WM-Debütantin Hemmer in den Fokus geritten. Als Titelkandidaten gelten neben Dufour und Werth auch Europameister Justin Verboomen (Belgien) und Weltmeisterin Lottie Fry (Großbritannien).
Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid
