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Startseite»Nachrichten»„Historische Schuld“: Shakira sammelt eine Million Dollar für Erdbeben-Unterstützung
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„Historische Schuld“: Shakira sammelt eine Million Dollar für Erdbeben-Unterstützung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Historische Schuld“Shakira sammelt eine Million Dollar für Erdbeben-Unterstützung

Seit 20 Jahren engagiert sich Shakira für arme Gebiete in Kolumbien. (Foto: picture alliance / AP Photo/Ted Shaffrey)

Vor einer Woche erschüttert ein heftiges Erdbeben Kolumbien. Fast 300 Menschen sterben, Tausende verlieren ihr Zuhause, Schulen werden zerstört. Nun hilft die bekannteste Sängerin Kolumbiens beim Wiederaufbau und unterstützt die Menschen vor Ort.

Popstar Shakira will nach dem schweren Erdbeben in ihrem Heimatland Kolumbien finanzielle Hilfe beim Wiederaufbau zerstörter Schulen leisten. Gemeinsam mit dem US-Philanthropen Howard Buffett besuchte die Sängerin das schwer betroffene Departamento Chocó an der Pazifikküste – genau eine Woche nach dem heftigen Beben, das fast 300 Menschenleben kostete.

Seit mehr als zwanzig Jahren sei ihre Stiftung „Pies Descalzos“ (Barfuß) in der vernachlässigten Region im Nordwesten Kolumbiens aktiv, sagte Shakira vor Journalisten. Die Organisation unterstützt den Bau von Schulen und Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche. Nun habe sie Spenden in Höhe von einer Million Dollar (864.000 Euro) gesammelt, um Schulen wieder aufzubauen, sagte die Sängerin, die für Welthits wie „Hips Don’t Lie“ und „Waka Waka“ bekannt ist. Neben beschädigten Schulen soll auch eine technische Hochschule wiedererrichtet werden. Außerdem sind zehn komplett neue Schulen geplant.

„Wir haben eine historische Schuld gegenüber Chocó“, betonte Shakira. „Die Region wurde sich selbst überlassen, und es war sehr schwierig, hier Fortschritte zu erzielen, aber wir wissen, dass es möglich ist“. „Am meisten macht mir Sorgen, dass all diese Schulen nach Ablauf des Ausnahmezustands nicht wieder aufgebaut werden, dass so viele Menschen in Vergessenheit geraten (…) und unsere Kinder nicht wieder zur Schule gehen können“, sagte Shakira in Quibdó, der Hauptstadt des Departamentos.

Wichtiger Minister unter Druck

Bei dem Erdbeben der Stärke 7,4 am 10. August waren mehr als 2800 Schulen im ganzen Land beschädigt worden, viele davon in Chocó. Dort lebt vorwiegend eine afrokolumbianische und indigene Bevölkerung. Bei dem Erdbeben kamen mindestens 294 Menschen ums Leben, fast 4000 weitere wurden verletzt. Mindestens 320 Menschen werden noch vermisst.

Kolumbiens Wohnungsbauminister Jaime Andrés Beltrán geriet derweil wegen einer Urlaubsreise kurz nach dem Erdbeben unter Druck. Am Wochenende waren Foto und Videos veröffentlicht worden, die den Minister mit seiner Familie am Strand im Karibikort Santa Marta zeigten. Die linksgerichtete Opposition kündigte an, einen Misstrauensantrag gegen den Minister zu stellen, weil er sich inmitten der Krise einen Auszeit genommen habe. Bei dem Erdbeben waren fast 27.000 Wohnungen zerstört worden.

Beltrán erklärte im Onlinedienst X, er sei „nicht im Urlaub“ gewesen, sondern habe lediglich „ein paar Stunden“ mit seiner Familie verbracht, die er seit Tagen nicht gesehen habe. Danach habe er „sofort“ wieder seine Arbeit aufgenommen.

Quelle: ntv.de, mwa/AFP/dpa

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