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RTL/ntv-Trendbarometer: Regierung steckt im Tief – die AfD bleibt klar vorn

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 18, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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RTL/ntv-TrendbarometerRegierung steckt im Tief – die AfD bleibt klar vorn

In der politischen Sommerpause passiert nicht viel. Oder? Schwarz-Rot such zumindest weiter einen Ausweg aus dem Umfrage-Tief – klappt nur nicht so gut. In der politischen Kompetenz stellen die Bürger den Parteien ein gemischtes Zeugnis aus.

Die Unzufriedenheit mit der Politik ist groß. Selbst Reformvorhaben wie das Rentenpaket, auf das sich die Bundesregierung bereits geeinigt hatte, stehen wieder auf der Kippe. Und gerade einmal 12 Prozent der Bundesbürger haben den Eindruck, dass sich die Parteien in Deutschland in ausreichendem Maße um die wirklichen Probleme und Interessen der Menschen kümmern, wie vergangene Woche das RTL/ntv-Trendbarometer aufzeigen konnte.

Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer gibt es im Vergleich zur Vorwoche keine Bewegung. Die AfD liegt mit 28 Prozent weiter sieben Punkte vor der Union mit 21 Prozent. Die SPD kommt aus dem 12-Prozent-Loch nicht heraus. Die Grünen liegen nun seit vier Wochen bei 16 Prozent, die Linke ebenso lang bei 12 Prozent. Die FDP verharrt bei 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die sonstigen Parteien, darunter auch das BSW, kommen auf 7 Prozent.

Die Zufriedenheitswerte mit dem Bundeskanzler bleiben in der politischen Sommerpause äußerst niedrig. 13 Prozent sind mit der Arbeit von CDU-Chef Friedrich Merz zufrieden, 85 Prozent sind es nicht. Dabei überwiegt bei den Anhängern keiner Partei die Zufriedenheit mit dem Regierungschef. Bei Union-Wählern ist sie mit 43 Prozent noch am höchsten, bei AfD-Anhängern mit 1 Prozent am niedrigsten.

Bei der Frage nach der politischen Kompetenz liegt die AfD mit 13 Prozent weiter knapp vor der Union (12 Prozent). Die Grünen kommen auf 7 Prozent (plus ein Punkt), mit je 5 Prozent folgen SPD und Linke (minus ein Punkt), die anderen Parteien mit 2 Prozent (minus ein Punkt). 56 Prozent trauen keiner Partei zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden – das ist ein Plus von einem Punkt.

In einer Sonderbefragung wurden die Bundesbürger zusätzlich gefragt, welche Partei die größte Kompetenz in den wichtigsten Politikfeldern hat. In drei der sechs abgefragten Felder erhält die Union die meisten Stimmen, in den anderen liegen SPD, AfD und Grüne je einmal vorn.

So trauen 35 Prozent der Befragten am ehesten CDU und CSU zu, das Thema Erhalt der äußeren Sicherheit Deutschlands zu bewältigen. Die AfD kommt auf 21, die SPD auf 11 Prozent. Grüne, Linke und andere Parteien bleiben im einstelligen Bereich. 22 Prozent trauen keiner Partei die Aufgabe zu. Führend ist die Union auch beim Thema Förderung der Wirtschaft und Schaffung von mehr Wirtschaftswachstum, sie kommt bei dem Thema auf 25 Prozent. Genauso viele Menschen sagen aber, keine Partei könne das Thema bewältigen. Die AfD kommt hier auf 18, die SPD auf 10 Prozent.

Beim Thema Sanierung von Bahnen und Straßen sagen 32 Prozent, keine Partei könne das Problem lösen. Die Union erreicht 24 Prozent, die AfD kommt auf 12, die SPD folgt mit 11 Prozent. Den Erhalt der sozialen Sicherungssysteme trauen die meisten Menschen der SPD zu -25 Prozent nennen die Sozialdemokraten. Die AfD erreicht 15, die Union 13 Prozent. 22 Prozent sind skeptisch, dass eine Partei die Aufgabe bewältigen kann.

Die Steuerung der Zuwanderung nach Deutschland könne am besten die AfD bewältigen, sagen 30 Prozent der Bundesbürger. 23 Prozent sagen das über CDU/CSU und 11 Prozent über die SPD, während 22 Prozent keiner Partei die Bewältigung zutrauen. Völlig anders sieht das Stimmungsbild bei der Aufgabe Schutz der Umwelt und Bewältigung des Klimawandels aus. Die Grünen führen hier deutlich mit 55 Prozent, Union (7 Prozent), AfD (9 Prozent), SPD (2 Prozent) und Linke (3 Prozent) sind weit abgeschlagen. 22 Prozent trauen keiner Partei die Lösung des Problems zu.

Ein ganz leicht positiveres Stimmungsbild gibt es bei der Frage nach den Wirtschaftsaussichten. 14 Prozent erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern, das ist ein Plus von zwei Punkten im Vergleich zur Vorwoche. 68 Prozent (minus zwei Punkte) erwarten eine Verschlechterung, 18 Prozent (plus ein Punkt) gleichbleibende Wirtschaftsverhältnisse.

Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 11. und 17. August erhoben. Datenbasis: 2504 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Zur politischen Kompetenz wurden 1006 Menschen befragt. Zur Frage, welche Partei auf zentralen Politikfeldern die größte Kompetenz hat, wurden 1002 Menschen zwischen dem 14. und 17. August befragt, die Fehlertoleranz liegt hier bei plus/minus 3 Prozentpunkten.

Weitere Informationen zu Forsa gibt es hier.

Quelle: ntv.de, mli/mmo

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