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Wüste Szene im Test: „Killer-Tackling“: Juve-Fan mäht eigenen Spieler gnadenlos um

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Wüste Szene im Test

„Killer-Tackling“: Juve-Fan mäht eigenen Spieler gnadenlos um

Das hätte schiefgehen können: Beim traditionellen internen Testspiel von Juventus Turin mäht ein Fan einen eigenen Spieler um – weil zu viel Begeisterung im Spiel ist.

Was für eine wüste Szene: Beim traditionellen Testspiel zwischen den Profis von Juventus Turin und der eigenen Nachwuchsvertretung Juventus Turin Next Gen kam es vor dem Wiederanpfiff zu einem Platzsturm, bei dem die Tifosi für mächtig Chaos sorgten – und nicht nur unter anderem die Eckfahnen mitgehen ließen, sondern beinahe sogar einen eigenen Spieler heftig verletzten.

So wurde Federico Gatti zum Opfer einer Attacke aus dem Nichts: Während sich der Profi auf den Anpfiff zur zweiten Hälfte vorbereitete, rannten die Juventus-Anhänger zu Hunderten aufs Feld – auch in Richtung des arglosen Gatti. Ein heranstürmender Fan rutschte im Rücken des Spielers auf dem Rasen aus, rauschte ihm von hinten in die Beine und rammte den Profi beinahe noch in einen weiteren Tifosi, der von rechts angerannt kam.

Gatti, der mit so großer Wucht in der Kniekehle getroffen worden war, dass die „Gazzetta dello Sport“ von einem „Killer-Tackling“ sprach, klappte zusammen und lag erstmal auf dem Rasen. Verletzt hat sich der Nationalspieler, der zuletzt von Trainer Luciano Spaletti wegen muskulärer Probleme noch geschont worden war, bei der Aktion allerdings nicht. Wenig später konnte der 28-Jährige seinen bereits in den Kabinentrakt geflohenen Kollegen hinterher traben.

Von Wut oder Übermut getrieben war der Platzsturm, der zum Glück für Stammspieler Gatti wohl folgenlos blieb, indes nicht. Im Gegenteil, er ist Tradition in der 67-jährigen Geschichte des internen Freundschaftsspiels in den Reihen des italienischen Rekordmeisters. So früh stürmten die Fans jedoch noch nie aufs Spielfeld, behauptete „Tuttosport“.

„Hätten gerne länger gespielt“

„Der Rekord der letzten Saison wurde gebrochen: Ein Großteil der über 23.000 Bianconeri-Fans überwand den Widerstand der Ordner und strömte auf das Spielfeld“, schrieb die Sportzeitung. Das Spiel wurde danach nicht wieder aufgenommen. „Trotz der jüngsten Enttäuschungen und Frustrationen ist die Begeisterung für Juventus bei den Juventus-Fans einfach zu groß – sei es bei denen, die den Spielern auf der Suche nach einem Andenken hinterherjagten, bei denen, die liegend im Rasen ein Selfie machten, oder bei denen, die versuchten, die Eckfahnen zu stehlen.“

Trainer Spaletti, der die abgehängte „alte Dame“ nach einem desaströsen sechsten Platz aus der Vorsaison schnell wieder zurück zumindest in die nationale Spitze führen soll, war von dem außergewöhnlich frühen Spielabbruch nicht begeistert. „Wir hätten gerne noch etwas länger gespielt, auch weil ich Familien getroffen habe, die aus allen Teilen Italiens angereist waren; sie hätten in der 85. oder 90. Minute das Spielfeld betreten und mehr von der Show genießen können, ganz abgesehen davon, dass sie den Spielern, die in der zweiten Halbzeit spielten, näher gewesen wären“, verkündete der ehemalige Nationaltrainer eine Woche vor dem Saisonstart. „Wir hätten ein bisschen trainieren müssen, das werden wir in den nächsten Tagen nachholen.“

Verwendete Quellen: ntv.de, ter

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