KURZMELDUNG · GROSSBRITANNIEN
Auf Social Media erscheint ein Gesundheitstipp, ein KI-Chatbot liefert die passende Erklärung. Eine britische Umfrage vom 28. September 2026 zeigt, dass junge Erwachsene solche Informationen mitunter zur Grundlage für Entscheidungen machen – und diese später bereuen.
Die London School of Hygiene & Tropical Medicine ließ am 9. und 10. September 2.110 Erwachsene im Vereinigten Königreich online befragen. 22 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 21 Prozent der 25- bis 34-Jährigen gaben an, bereits eine Gesundheitsentscheidung wegen später als falsch oder irreführend erkannter Informationen bereut zu haben.
Unter jenen Befragten, die bereits Gesundheits-Desinformation wahrgenommen hatten, nannten 61 Prozent soziale Medien als Fundort. 19 Prozent verwiesen auf KI-Chatbots. Gleichzeitig würden 18 Prozent einen solchen Chatbot verwenden, um eine Gesundheitsbehauptung zu überprüfen.
Die Ergebnisse beruhen auf Selbstauskünften. Ob die jeweilige Information tatsächlich falsch war und ob daraus ein medizinischer Schaden entstand, wurde nicht unabhängig geprüft. Auch auf Österreich, Deutschland oder die Schweiz lassen sich die britischen Ergebnisse nicht ohne Weiteres übertragen.
Gerade die Doppelrolle von KI ist über diese Umfrage hinaus wichtig. Ein Chatbot kann Informationen verständlich zusammenfassen, aber auch Fehler überzeugend formulieren. Wer dieselbe Art von System zugleich als Informationsquelle und Kontrollinstanz nutzt, erhält deshalb noch keine unabhängige Prüfung.
Quellen
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