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Startseite»Nachrichten»Tech-Werte geben deutlich nach: Nahost-Lage verunsichert die Wall Street
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Tech-Werte geben deutlich nach: Nahost-Lage verunsichert die Wall Street

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Tech-Werte geben deutlich nachNahost-Lage verunsichert die Wall Street

Ein weltweiter Ausverkauf bei Anleihen trieb die langfristigen Renditen auf die höchsten Stände seit Jahren. (Foto: picture alliance / newscom)

Im Iran-Krieg stehen die Zeichen auf Eskalation, die Wall Street reagiert beunruhigt. Der Ölpreis steigt den dritten Tag in Folge, die Sorge vor steigenden Zinsen wächst. Vor allem zinssensible Tech-Werte büßen deutlich ein.

Schwindende Hoffnungen auf eine Friedenslösung im Nahen Osten und steigende Anleiherenditen haben der Wall Street am Dienstag Verluste eingebrockt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verlor 0,2 Prozent auf 53.343 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 1,3 Prozent auf 26.290 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,7 Prozent auf 7692 Stellen ein.

Der Iran hatte zuvor mit einer vollständig offensiven militärischen Haltung gedroht und die Regierung in Washington hatte eine Verlängerung der Waffenruhe ausgeschlossen. Dies trieb die Ölpreise weiter in die Höhe, den dritten Tag in Folge. Brent kostete mehr als 91 Dollar pro Barrel. Damit droht eine erneut steigende Inflation und weiter steigende Zinsen. In der Folge stieg die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 2007, während die zehnjährigen Papiere den höchsten Wert seit Januar 2025 erreichten.

Die höheren Kreditkosten setzten insbesondere den zinssensiblen Technologiewerten zu. Der Halbleiterindex gab deutlich nach, da sich Anleger von Aktien trennten, die zuvor von der starken Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) profitiert hatten. Zu den größten Verlierern im S&P 500 zählten Chipkonzerne wie Nvidia mit einem Minus von 2,3 Prozent sowie die Datenspeicher-Spezialisten Sandisk und Western Digital, die 6,9 und 8,5 Prozent abgaben.

„Es ist fast wie ein Dominoeffekt: Gespräche scheitern, das führt zu steigenden Ölpreisen, was wiederum die Inflationserwartungen erhöht und die Anleiherenditen steigen lässt“, sagte Burns McKinney, Portfoliomanager bei der NFJ Investment Group. Immer wenn die Renditen stiegen, treffe dies Technologieaktien überproportional. Investoren schichteten ihre Portfolios stattdessen in defensive Branchen wie das Gesundheitswesen und Basiskonsumgüter um.

Auch der Energiesektor profitierte von den anziehenden Ölpreisen. Das „Angstbarometer“ der Wall Street, der Volatilitätsindex, kletterte auf den höchsten Stand seit dem 5. August. Gegen den Negativtrend legten die Aktien von Home Depot leicht zu, nachdem die Baumarktkette mit ihren Umsatzzahlen für das zweite Quartal die Erwartungen übertroffen hatte. Im weiteren Wochenverlauf warten Anleger auf die Bilanzen weiterer Einzelhändler wie dem Branchenprimus Walmart sowie auf die am Mittwoch anstehenden Protokolle der Juli-Sitzung der US-Notenbank Fed. Als nächster großer Test für die KI-Rally gilt zudem der bevorstehende Quartalsbericht von Nvidia.

Mehr zum heutigen Börsengeschehen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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