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Startseite»Nachrichten»Mindestens 1000 im Jahr: Trump will Zahl der Raketenstarts vervielfachen
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Mindestens 1000 im Jahr: Trump will Zahl der Raketenstarts vervielfachen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 21, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Mindestens 1000 im JahrTrump will Zahl der Raketenstarts vervielfachen

Trump bei einem Treffen mit Tech-Konzernchefs im Weißen Haus. (Foto: AP Photo/Jacquelyn Martin)

Im Jahr 2025 starteten rund 180 Raketen aus den USA ins Weltall. 2030 sollen es mindestens 1000 Starts und Rückflüge pro Jahr sein. Das verfügt US-Präsident Trump per Dekret. Dazu soll die staatliche Infrastruktur im Rekordtempo aufgebaut werden.

US-Präsident Donald Trump hat eine Anordnung zur drastischen Erhöhung von Raketenstarts für die US-Raumfahrt unterzeichnet. Das Weiße Haus will bis 2030 jährlich mindestens 1000 Starts und Rückflüge ermöglichen. Mit den Rückflügen ist die Wiederverwendbarkeit der Raketen gemeint, die auch als Schlüssel für eine so hohe Anzahl von Flügen gilt. Um dieses Ziel zu erreichen, wies Trump die Regierungsbehörden an, Ländereien in Staatsbesitz für neue Start- und Landeplätze zu prüfen. Innerhalb von 90 Tagen soll ein neuer staatlicher Landeplatz für Raumfahrzeuge benannt werden. Zudem verlangt Trump, dass staatliche Stellen nicht mit kommerziellen Anbietern konkurrieren, es sei denn, die nationale Sicherheit erfordere dies.

Die Anordnung zielt darauf ab, die private Raumfahrtindustrie zu stärken. Die Behörden sollen die gemeinsame Entwicklung von Infrastruktur mit privaten Partnern fördern, Genehmigungsverfahren beschleunigen und ausreichende Funkfrequenzen sicherstellen. Der Direktor des Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik des Weißen Hauses, Michael Kratsios, erklärte, die neue Richtlinie werde dem rasanten Wachstum der Branche gerecht und positioniere die USA als führende Nation in der nächsten Ära der Raumfahrt. Der Ansatz setze auf die Privatwirtschaft, bringe bis 2028 US-Bürger auf den Mond und schaffe bis 2030 erste Elemente einer Mondbasis, sagte Kratsios weiter. Zudem ermögliche er schnelle und widerstandsfähige Startkapazitäten für die nationale Sicherheit. Auf Anfrage sollen die Behörden im Einzelfall auch prüfen, ob ausländische kommerzielle Raumfahrzeuge in den USA starten dürfen.

Für Musk hat der Mars Priorität

Die Raumfahrtbehörde Nasa soll laut dem Dekret kommerzielle Transporte zum Mond sowie unbemannte Missionen zum Mars erleichtern und Wege für bemannte Marsflüge ausloten. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hatte Trump wiederholt von Marsmissionen gesprochen. Dabei wurde er von Elon Musk beeinflusst, einem wichtigen Großspender und zeitweiligen Regierungsberater, für dessen Raumfahrtunternehmen SpaceX der Mars höchste Priorität hat. Der Kongress drängte jedoch darauf, den Fokus wieder auf das milliardenschwere Artemis-Mondprogramm der Nasa zu legen.

Musks SpaceX dominiert das Geschäft mit kommerziellen Raketenstarts. Von den 178 US-Starts im vergangenen Jahr entfielen 170 auf das Unternehmen von Musk, wobei etwa 2500 Satelliten ins All gebracht wurden. Die Gesamtzahl der US-Starts war damit zehnmal höher als noch im Jahr 2013. Im Mai hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA mitgeteilt, SpaceX strebe innerhalb von fünf Jahren 10.000 jährliche Starts an. Im Januar kündigte das Unternehmen an, ein Netzwerk aus einer Million Satelliten aufbauen zu wollen, das Sonnenenergie für Rechenzentren mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf der Erde nutzen soll.

Quelle: ntv.de, mau/rts

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