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Startseite»Nachrichten»Alternativen für Starlink?: Ukraine und Russland tüfteln an Unabhängigkeit von Musk
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Alternativen für Starlink?: Ukraine und Russland tüfteln an Unabhängigkeit von Musk

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 23, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Alternativen für Starlink?Ukraine und Russland tüfteln an Unabhängigkeit von Musk

Die Ukraine arbeitet bislang noch mit Starlink. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Für die Kommunikation an der Front sind sowohl die Ukraine als auch Russland auf Starlink angewiesen – und damit auch auf Elon Musk. Weil das aber Probleme bergen kann, suchen beide Kriegsparteien laut Selenskyj nach einer Alternative. Moskau schielt dafür nach China, Kiew in Richtung EU.

Sowohl Russland als auch die Ukraine arbeiten nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Alternativen zum Satellitennetzwerk Starlink von US-Technologieunternehmer Elon Musk. Moskau entwickle gemeinsam mit China ein entsprechendes System und rechne damit, das Projekt bis Dezember 2026 fertigzustellen, sagte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen vor Journalisten.

Die Ukraine werde „nicht einfach dasitzen und darauf warten“, dass Russland und China ihr System fertigstellten, sagte Selenskyj. Kiew arbeite mit einem europäischen Land an einem ähnlichen Projekt und habe bereits mit Tests begonnen. Welches Land beteiligt ist, sagte er nicht.

Starlink wird vom Raumfahrtunternehmen SpaceX des Tech-Multimilliardärs Elon Musk betrieben und spielt für die Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte eine wichtige Rolle. Auch die russische Armee hatte Starlink-Terminals unter anderem für Drohnenangriffe genutzt. SpaceX ergriff jedoch im Februar Maßnahmen, um die nicht autorisierte russische Nutzung zu unterbinden. Experten zufolge trugen die daraus entstandenen Kommunikationsprobleme dazu bei, die russische Armee an der Front zu schwächen.

Musk ist zurückhaltend

Die Ukraine will Starlink zugleich auch für Einsätze auf russischem Gebiet nutzen und bemüht sich Selenskyj zufolge um die Zustimmung Musks und der US-Regierung. Musk sehe darin bislang die Gefahr einer Eskalation, sagte der Präsident. Kiew argumentiere dagegen, solche Einsätze könnten dazu beitragen, den Krieg zu verkürzen.

Nach Selenskyjs Angaben geht es der Ukraine insbesondere darum, russische Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zu zerstören. Russland setzt solche Raketen verstärkt gegen die Ukraine ein. Sie können nach ukrainischer Darstellung besonders wirksam mit dem US-Luftabwehrsystem Patriot abgefangen werden.

Selenskyj verwies dabei auf sinkende Lieferzahlen von Patriot-Abfangraketen. Die Ukraine habe 2023 insgesamt 675 dieser Raketen erhalten, 2025 noch 364 und in diesem Jahr bislang 264. Bei knappen Beständen müsse die Ukraine daher verstärkt versuchen, russische Abschussstellungen selbst aufzuspüren und anzugreifen.

Quelle: ntv.de, ses/AFP

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