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Startseite»Nachrichten»„Perfekt ist es nie“: „Brutale“ Bayern sind noch lange nicht zufrieden
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„Perfekt ist es nie“: „Brutale“ Bayern sind noch lange nicht zufrieden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 29, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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„Perfekt ist es nie“

„Brutale“ Bayern sind noch lange nicht zufrieden

29.08.2026 | 09:18 Uhr

Die neue Bundesliga-Saison ist eröffnet. Der FC Bayern kommt gegen den VfB Stuttgart schon wieder nah dran an die Topform und ist dennoch betont nicht zufrieden. Beim Gegner wiederum ist man beeindruckt und frustriert zugleich.

Alles hat noch nicht geklappt – aber schon beängstigend viel. Doch nach dem Traumstart in die 64. Bundesliga-Saison wollte beim FC Bayern niemand was von verfrühten Glückwünschen zur möglichen 36. deutschen Meisterschaft wissen. „Wenn wir heute schon zufrieden wären, dann wäre Vincent nicht zufrieden, dass wir zufrieden sind“, sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen mit Blick auf den ewig ehrgeizigen Trainer Kompany und betonte: „Wir haben noch ein bisschen was vor!“

Das erklärte Ziel ist das Triple – das 2:1 im Franz-Beckenbauer-Supercup in Dortmund und jetzt das 5:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart waren gleich zu Beginn zwei „Duftmarken“ gegen direkte Konkurrenten, wie Max Eberl frohlockte. Aber, betonte der Sportvorstand: „Das fällt uns nicht in den Schoß!“

Beim Gegner aus Stuttgart zeigte man sich gleichsam beeindruckend wie auch ein wenig resigniert. „Die Bayern sind abgezockt, brauchen nicht viel und hören einfach nicht auf“, stöhnte etwa Trainer Sebastian Hoeneß. Kapitän Deniz Undav empfand das 1:3 sogar als „Genickbruch“ und rühmte die „brutale Qualität“ der Bayern.

„Der VfB hat immer eine Idee“

Besonders niederschmetternd war für den VfB, dass man über gewisse Strecken ja sogar einen guten Plan gehabt zu haben schien gegen den eigentlich überlegenen Meister. Das bescheinigte im Übrigen auch Joshua Kimmich, der Stuttgart lobte: „Der VfB hat immer eine Idee“, lobte Bayern-Profi Joshua Kimmich den Ansatz des Gegners, fast über den ganzen Platz zu Beginn konsequent Manndeckung zu spielen. „Lange Zeit hatten wir nur wenig Räume und haben nicht die Tiefe gefunden.“ Es sei „ein Spiegelbild“ vieler Spiele gegen die Stuttgarter gewesen.  

Am Ende jedoch stand das nächste klare Ergebnis aus Sicht der Münchner. „Das Ergebnis ist am Ende deprimierend“, räumte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ein. „Es war direkt eine Standortbestimmung. Wir wissen jetzt, wo wir stehen.“

Zufrieden sind die Münchner damit wie erwähnt keineswegs, es gelte, fortwährend hart zu arbeiten, denn: „Wir wollen weitermachen!“, legte Eberl nach. Am Mittwoch im Pokal in Osnabrück (20.45 Uhr live bei Sky), dann gegen Schalke 04 (18.30/Sky), schließlich in der Champions League mit den Krachern gegen Vorjahresfinalist FC Arsenal, bei Manchester United oder im Finalstadion bei Atlético Madrid schon in der Ligaphase.

„Wir pushen weiter, alle miteinander, dass wir besser werden und dass wir gefühlt jedes Spiel gewinnen“, versprach Konrad Laimer bei Sky. Für die Liga mag sich das wie eine Drohung anhören. Ist die Langeweile im Titelkampf programmiert? „Also ich“, meinte Dreesen verschmitzt, „finde das naturgemäß nicht langweilig. Wir sind dafür da, guten Fußball zu spielen, der hoffentlich erfolgreich ist.“ Das scheint auch in dieser Saison wieder eindrucksvoll zu gelingen – auch wenn Torgarant Harry Kane wie am Freitagabend mal nicht trifft.

Nach Eröffnungsspiel: Kompany lobt, Hoeneß resigniert

Kimmich ist der Auftritt zu „wild“

Zumal die beiden teuren Zugänge Nathaniel Brown und Ismael Saibari (mit zwei Vorlagen) auch gegen den VfB ihre Klasse zeigten. Vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp, der am Sonntag bei „Kaffee und Kuchen“ sowie „vielleicht einer Leberkässemmel“ (Eberl) an der Säbener Straße erwartet wird, gefielen aber auch Nationalspieler wie Joshua Kimmich oder Aleksandar Pavlovic, und wie (fast) immer Wirbelwind Michael Olise.

„Perfekt ist es nie, war es auch heute nicht, aber es war schon beeindruckend“, sagte Trainer Vincent Kompany, der auch noch den genesenen Lennart Karl wieder zur Verfügung hat, und ergänzte: „Es ist in der DNA dieser Mannschaft, dass sie immer mehr Tore schießen wollen, ohne Angst.“

Kimmich wollte da nicht widersprechen, teils war ihm die Vorstellung aber zu „wild“, wie er bekannte. „Wir haben wieder ein Gegentor bekommen, wieder nach einer Flanke, daran müssen wir arbeiten“, betonte er nach dem „Schritt in die richtige Richtung“. Aber: „Trotzdem glaube ich, dass wir noch ein Stück von unserem besten Level entfernt sind.“ Die nächste Drohung.

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl/sid

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