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Startseite»Nachrichten»Seit Beginn des Iran-Kriegs: Rund 400 Schiffe hängen im Persischen Golf fest
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Seit Beginn des Iran-Kriegs: Rund 400 Schiffe hängen im Persischen Golf fest

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 29, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Seit Beginn des Iran-KriegsRund 400 Schiffe hängen im Persischen Golf fest

Seit Ende Februar wurden internationale Schiffe mehrfach attackiert. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Der Iran-Krieg zieht sich bereits über sechs Monate – ohne Aussicht auf eine baldige Lösung. Die Sicherheitslage bleibt besonders um die Meerenge von Hormus herum angespannt. Darunter leiden Tausende Seeleute, die ihre Schiffe seit Monaten nicht verlassen können.

Nach Beginn des Iran-Kriegs vor einem halben Jahr stecken einem Bericht zufolge noch immer rund 400 Schiffe im Persischen Golf fest. „Während einige Schiffe und ihre Besatzungen den Persischen Golf verlassen konnten, haben bis zu 400 Schiffe mit rund 6000 Seeleuten seit Beginn des Konflikts nicht sicher abfahren können“, sagte der Generalsekretär der Weltschifffahrtsorganisation IMO, Arsenio Dominguez.

Die Organisation verifizierte seit Kriegsbeginn Ende Februar eigenen Angaben zufolge 70 Attacken auf internationale Schiffe im Persischen Golf. Dabei seien 19 Seeleute getötet worden. Die schlechte Sicherheitslage schade allen, sagte Dominguez. „Besonders bedrückend ist sie jedoch für die Tausenden unschuldigen Seeleute, die davon betroffen sind.“

Die Straße von Hormus am Persischen Golf ist ein zentraler Streitpunkt im Krieg zwischen den USA und dem Iran. Vor dem Krieg war die Meerenge für den Schiffsverkehr offen. Rund ein halbes Jahr nach Beginn der ersten israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran stecken die Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts in einer Sackgasse. Der Iran fordert Zugeständnisse der US-Regierung, während Präsident Trump die Führung in Teheran mit einem „Wirtschaftskrieg“ unter Druck setzen will.

Experte mahnt zur Vorsicht

Während die iranischen Streitkräfte Reedereien mit Drohungen und Attacken zur Kooperation zwingen wollen, hält die US-Marine eine Seeblockade gegen iranische Häfen aufrecht, um Teheran den Geldhahn zuzudrehen. Laut dem für die Region zuständigen US-Kommando Centcom hat das US-Militär im Zuge der Blockade bislang 82 Handelsschiffe umgeleitet, drei außer Gefecht gesetzt und zwei geentert.

US-Präsident Donald Trump hatte jüngst behauptet, die Meerenge sei minenfrei, vollständig geöffnet und werde „zu 100 Prozent“ von den USA kontrolliert. Ein israelischer Experte mahnte jedoch zur Vorsicht. „Dass der Präsident sagt, die Straße von Hormus sei offen, bedeutet nicht, dass sie tatsächlich offen ist. Tanker nachts mit ausgeschalteten Transpondern und unter dem Schutz des US-Militärs durch die Meerenge zu bringen, ist nicht dasselbe, wie die Straße von Hormus zu kontrollieren oder den Zustand vor dem Krieg wiederherzustellen“, schrieb Danny Citrinowicz auf X.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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