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Startseite»Nachrichten»„Gesundheitskompetenz stärken“: Ärztepräsident kann sich Medizinunterricht an Schulen vorstellen
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„Gesundheitskompetenz stärken“: Ärztepräsident kann sich Medizinunterricht an Schulen vorstellen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 29, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Gesundheitskompetenz stärken“Ärztepräsident kann sich Medizinunterricht an Schulen vorstellen

Der Präsident der Bundesärztekammer plädiert für mehr Pragmatismus im Gesundheitswesen. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein Arztbesuch bei jeder Bagatellerkrankung muss nicht sein, meint Ärztepräsident Reinhardt. Was man bei Husten oder Brechdurchfall selbst tun könne, sei immer weniger Menschen bekannt. Sein Vorschlag: Ärzte im Ruhestand könnten Grundschülern dies Wissen vermitteln.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, schlägt vor, dass pensionierte Ärzte regelmäßig Schulen besuchen und Kindern Gesundheitskompetenz vermitteln. „Ein pensionierter Arzt könnte beispielsweise einmal im Monat in eine Grundschule gehen und über Gesundheitskompetenz sprechen“, sagte Reinhardt im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe. So könnten Menschen frühzeitig lernen, sich bei leichten Erkrankungen selbst zu helfen. 

„Menschen können sich bei Bagatellerkrankungen teilweise selbst helfen. Das ist in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen“, sagte Reinhardt. Als Beispiel nannte er einen ansonsten gesunden 25-Jährigen mit Brechdurchfall. Der brauche „nicht unbedingt nachts einen Hausbesuch“, sondern sollte wissen, wie er sich zunächst selbst helfen könne. Auch beim richtigen Inhalieren bei Husten fehle es vielen Menschen an grundlegenden Kenntnissen. „Solche Dinge könnte man viel früher vermitteln“, sagte Reinhardt. 

Anreize für längere Berufstätigkeit

Dafür müsse nicht jedes Mal eine neue staatlich geprüfte Fachkraft geschaffen werden. „Wir sollten manche Dinge auch mit etwas Pragmatismus organisieren“, sagte der Ärztepräsident. Mehr Gesundheitskompetenz könne helfen, Arztzeit gezielter einzusetzen. Zugleich müsse die Primärversorgung besser koordiniert und „Arbeitszeitvernichtung durch Bürokratie“ konsequent bekämpft werden. 

Die anstehende Ruhestandswelle in Deutschland werde die Medizin belasten, sagte der Ärztepräsident. Ein Viertel der Ärzte sind mindestens 60 Jahre alt. Angesichts des hohen Anteils älterer Ärzte fordert Reinhardt Anreize für eine längere Berufstätigkeit. Diese müsse nicht zwingend in Vollzeit erfolgen. In seiner Praxis arbeiteten Kolleginnen über 70 noch rund 20 Stunden pro Woche und konzentrierten sich auf ihre Patienten. „Das macht ihnen Freude“, erklärte Reinhardt.   

Quelle: ntv.de, mau

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