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Startseite»Nachrichten»Ali Gs Rückkehr sorgt für Ärger: Boykottaufruf gegen Sacha Baron Cohens neuen Film
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Ali Gs Rückkehr sorgt für Ärger: Boykottaufruf gegen Sacha Baron Cohens neuen Film

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 30, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Ali Gs Rückkehr sorgt für ÄrgerBoykottaufruf gegen Sacha Baron Cohens neuen Film

Sacha Baron Cohen als Ali G. (Foto: imago images/Everett Collection)

Am 22. Oktober bringt Sacha Baron Cohen seine Kunstfigur Ali G zurück ins Kino. In Großbritannien läuft dagegen eine Kampagne: Zehntausende E-Mails sollen Kinobetreiber dazu bewegen, den Film gar nicht erst zu zeigen.

Sacha Baron Cohens Kunstfigur Ali G kehrt am 22. Oktober auf die Kinoleinwand zurück. In Großbritannien formiert sich allerdings Widerstand gegen den Film, wie „Variety“ berichtet. Seit dem Trailer-Release zur Amazon-MGM-Mockumentary „Ali G: Who Iz I?“ Anfang der Woche wächst die Kritik. Zahlreiche Nutzer werfen der Figur in sozialen Netzwerken vor, eine „überholte“ und „rassistische“ Karikatur zu sein. Im Trailer trägt Ali G künstliche Dreadlocks und eine Rastafari-Mütze und erklärt, er wolle ein „abwesender“ Vater sein.

Die Medienbeobachtungsplattform NewsCord hat sogar eine Kampagne gestartet, die Kinobetreiber weltweit dazu bringen soll, den Film nicht ins Programm zu nehmen. Wer sich registriert, lässt über die Plattform automatisch E-Mails an große Kinoketten verschicken. Nach eigenen Angaben war NewsCord demnach allein am Freitag mit dem Versand von mehr als 36.000 Nachrichten beauftragt.

Die Initiatoren werfen Baron Cohen vor, Satire als „Deckmantel“ zu nutzen, um rassistische Stereotype zu verfestigen. Sie berufen sich auf einen Zeitungsbericht aus dem Jahr 2000, in dem schwarze britische Komiker die Figur als „Alibi für Rassismus“ bezeichneten.

Vom Late-Night-Gag zur Weltkarriere

Baron Cohen erfand Ali G 1998 für die Channel-4-Sendung „11 O’Clock Show“: ein schlichter weißer Mann, der britischen Hip-Hop und jamaikanische Kultur imitiert. Die Pointe: Seine anstößigen Auftritte sollten seine eigene Ignoranz und kulturelle Aneignung vorführen. Das Publikum reagierte begeistert, die Figur bekam bald ihre eigene Sendung. Der neue Kinofilm ist ihr erster großer Auftritt seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Die britische Autorin Afua Hirsch schreibt auf Substack, schon in ihrer Jugend habe sie die Figur als verletzend empfunden: „Ich wusste einfach, dass er sich über uns lustig macht.“ Heute passe Ali G erst recht nicht mehr in die Zeit. „Schwarze ziehen sich nicht mehr so an. Selbst Weiße, die Schwarze imitieren, reden nicht mehr so. Schwarze Frauen zu sexualisieren und Frauen aus der Arbeiterklasse beiläufig lächerlich zu machen, wird nicht mehr akzeptiert“, so Hirsch. Baron Cohens „sogenannter Humor“ sei eine grobe Mischung aus all dem.

Der Komiker hat vorgebaut

Ob Baron Cohen mit Protest in diesem Ausmaß gerechnet hat, ist offen. Mit generellem Gegenwind aber offenbar schon. Zum Trailer schrieb er: „In einer Zeit, in der die Karriere eines Komikers durch einen einzigen unkorrekten Witz beendet werden kann, dachte ich, ich gehe auf Nummer sicher und hole diesen Typen zurück.“

Online bekommt der Trailer allerdings auch reichlich Zuspruch. Zu den prominenten Unterstützern zählen Kevin Durant und A$AP Rocky.

Quelle: ntv.de, mau/spot

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