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Startseite»Politik»Wohl Sabotageversuch in Dormagen – Vorfälle in Aachen und Ganderkesee
Politik

Wohl Sabotageversuch in Dormagen – Vorfälle in Aachen und Ganderkesee

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 4, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 04.09.2026 • 12:17 Uhr

In einem Umspannwerk bei Dormagen ist am Donnerstagabend nach Informationen der Polizei ein weiterer möglicher Sabotageversuch entdeckt worden. Auch bei Aachen und im niedersächsischen Ganderkesee rückte die Polizei aus.

Nach dem Fund einer verdächtigen Abschussvorrichtung an einem Umspannwerk in Nordrhein-Westfalen am Donnerstagbend geht die Polizei von einem weiteren Sabotageversuch auf die Energieversorgung aus. Es sei offenbar versucht worden, „mutwillig einen Kurzschluss herbeizuführen“, so ein Sprecher der Polizei. Ziel sei es offensichtlich gewesen, „Schaden anzurichten“.

Schäden an der kritischen Infrastruktur seien in Dormagen, einer Stadt zwischen Düsseldorf und Köln, aber nicht entstanden, hieß es. Die Ermittlungen liefen noch, so die Polizei.

Ein Spaziergänger fand an der Anlage einen verdächtigen Gegenstand, bei dem es sich um eine Art von Abschussvorrichtung handeln soll. Mit solchen Vorrichtungen war jüngst bereits an Umspannwerken in Bergheim bei Köln und nahe dem Großkraftwerk Jänschwalde in Brandenburg leitfähiges Material in Leitungen geschossen worden, was Kurzschlüsse auslöste.

Aachen: Spurensicherung sucht nach weiteren Hinweisen

Nach dem möglichen Anschlagsversuch an einem Umspannwerk in Dormagen ist die Polizei auch in Nordrhein-Westfalen ausgerückt. Einsatzkräfte gingen in einer Anlage bei Weisweiler nahe Aachen „Hinweisen“ nach, sagte ein Sprecher der Polizei, ohne Einzelheiten zu nennen.

Nach einem Hinweis aus einem Bekennerschreiben zieht die Polizei weitere Kräfte im Umfeld des Kraftwerks Weisweiler zusammen, meldete die Nachrichtenagentur dpa. Mitarbeiter der Spurensicherung sind in Schutzanzügen und mit Atemschutz im Einsatz. Wie ein dpa-Reporter berichtete, fokussieren sie sich auf mehrere Stellen auf einem Feld und in einem Gebüsch in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks und einem Umspannwerk in der Stadt Eschweiler.

Zuvor waren zwei Bekennerschreiben aufgetaucht. Darin hatte ein Mann die jüngsten Angriffe auf das Energienetz in Brandenburg und in Nordrhein-Westfalen für sich reklamiert, Weisweiler wurde als weiterer Tatort genannt. Die Polizei hatte daraufhin am Freitagmorgen damit begonnen, das Gelände rund um das Kraftwerk abzusuchen. Was dort womöglich gefunden wurde, teilten die Behörden bisher nicht mit.

Entwarnung in Ganderkesee

Auch im niedersächsischen Ganderkesee im Landkreis Oldenburg war die Polizei im Einsatz: Grund war ein offenstehender Schaltschrank in einem Umspannwerk. Das teilte eine Polizeisprecherin mit. Demnach sah eine Streifenbesatzung in der Nacht zu Freitag gegen 3 Uhr den offenen Schrank und alarmierte weitere Einsatzkräfte.

Aufgrund der besonderen Bedeutung der technischen Anlage sei das Gelände umfassend überprüft worden, hieß es weiter. Die Polizei war mit Hubschrauber und Diensthunden im Einsatz, auch das Technische Hilfswerk unterstützte und leuchtete das Gelände aus. Die Polizei suchte das Gelände ab, eine verdächtige Person wurde dabei nicht gefunden. Auch Beschädigungen sein nicht festgestellt worden, so die Sprecherin.

Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Derartige Vorkommnisse im Bereich sensibler Infrastruktur würden grundsätzlich sehr ernst genommen und sorgfältig überprüft – auch, ob ein Zusammenhang zu einer Straftat bestehe. Warum der Wartungskasten geöffnet war, ist bisher nicht klar.

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