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Startseite»Politik»Tatverdächtiger bekennt sich zu Anschlägen auf Stromversorgung
Politik

Tatverdächtiger bekennt sich zu Anschlägen auf Stromversorgung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 04.09.2026 • 12:44 Uhr

Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen hat sich zu den Anschlägen auf die Stromversorgung bekannt. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios hält die Polizei die Schreiben für authentisch.

Michael Götschenberg

In zwei handschriftlich verfassten Schreiben bekennt sich der Verfasser zu den Anschlägen in den vergangenen Tagen. Im ersten Schreiben heißt es, er sei derjenige, „der Kurzschlüsse im Stromnetz rund um die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe verursacht“ habe. Zur Motivation führt er an, dass Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ein Verbrechen sei, das unsägliches Leid nach sich ziehe.

Den Medien und dem Staat wirft er Untätigkeit vor, deshalb müsse er „das jetzt machen“. Außerdem nimmt er Bezug auf die Situation im Nahen Osten und erhebt den Vorwurf, Deutschland unterstütze einen Völkermord in Palästina. Er betont, dass er alles alleine vorbereitet habe und ausführe und auch niemandem davon erzählt habe.

Viel mutmaßliches Täterwissen

Dem ersten Schreiben ist ein zusätzliches Blatt beigefügt, in dem es um die technische Durchführung der Taten geht. Darin offenbart der Verfasser viel mutmaßliches Täterwissen.

Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios halten die Ermittler die Bekennerschreiben deshalb auch für authentisch. In einem zweiten Schreiben bekennt er sich zu Anschlägen auf die Stromversorgung bei Gohr, Bergheim-Rheidt, Dormagen und Weisweiler, allesamt in Nordrhein-Westfalen.

Deutscher Staatsangehöriger

Beide Schreiben hat der Verfasser mit vollem Namen unterschrieben. Ob es sich dabei tatsächlich um den Verfasser handelt, steht offenbar noch nicht mit letzter Sicherheit fest. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios handelt es sich bei dem mutmaßlichen Verfasser um einen deutschen Staatsangehörigen, der in Gevelsberg, Nordrhein-Westfalen, lebt und 1977 geboren wurde.

Im zweiten Bekennerschreiben weist er darauf hin, dass er dieses auch an mehrere Medien verschickt habe. Die Berliner taz hatte gestern bereits darüber berichtet.

Die Polizei durchsuchte bereits gestern den Wohnort des Mannes, traf ihn jedoch nicht an. Aktuell wird nach ihm gefahndet.

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Dr. Heinrich Krämer
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