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Startseite»Politik»Bas fordert Erhalt der VW-Produktionsstätten in Deutschland
Politik

Bas fordert Erhalt der VW-Produktionsstätten in Deutschland

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 4, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 04.09.2026 • 16:12 Uhr

Bundesarbeitsministerin Bas fordert vom Autobauer VW, die Werke in Neckarsulm, Hannover, Emden und Zwickau zu sichern. Die Bundesregierung hofft vage auf „zukunftsfähige Lösungen“. Tausende Stellen bei VW könnten wegbrechen.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat VW aufgefordert, die vier gefährdeten Fertigungsstätten in Deutschland zu erhalten. Für zukunftsweisende Investitionen und eine kluge Produktstrategie sehe sie dabei insbesondere das Unternehmen in der Pflicht, sagte Bas zum Abschluss einer Klausur der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin. Sie nannte die VW-Standorte Neckarsulm, Hannover, Emden und Zwickau, wo man auf Elektromobilität gesetzt habe.

Diese Produktionsstätten seien hochmodern, sagte die SPD-Politikerin, „und die Beschäftigten haben ein Recht, dass die erhalten bleiben und es auch zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommt“, so Bas. Die Zweifel und das Misstrauen der Beschäftigten könne sie verstehen.

Sparpaket bei VW

Der Aufsichtsrat des VW-Konzerns hatte ein Sparpaket beschlossen, mit dem weltweit erneut rund 50.000 Jobs gestrichen werden sollen. Rund die Hälfte entfällt voraussichtlich auf Deutschland. Die VW-Standorte Emden, Hannover und Zwickau sowie das Werk der Tochter Audi in Neckarsulm stehen auf der Kippe. Ein Aus wurde nicht beschlossen, Perspektiven sollen gesucht werden.

Bundesregierung begrüßt Einigung auf Sparkonzept

Die Bundesregierung äußerte sich vage, begrüßte jedoch die Einigung auf ein Sparkonzept bei Volkswagen. Dies zeige, dass das Zusammenwirken der Sozialpartner funktioniere, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Ansonsten hätten möglicherweise noch viel größere Probleme und Arbeitsplatzverluste im Raum gestanden. Man sei zuversichtlich, dass alle Beteiligten weiter gemeinsam zukunftsfähige Lösungen erarbeiten.

Hille wies auch auf die insgesamt herausfordernde Lage der Autobranche hin. Die Bundesregierung begleite die Entwicklung. „Wir wollen, dass Deutschland ein erfolgreicher Industriestandort bleibt.“

Özdemir sieht Zugeständnisse auf beiden Seiten

Der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir mahnt konkrete Vorschläge für den Audi-Standort in Neckarsulm an. Özdemir sagte, entscheidend sei, dass es für den Standort weiterhin eine Perspektive gebe und keine Schließung vereinbart worden sei.

„Ich erwarte jetzt vom VW-Vorstand, dem Aufsichtsrat und der Audi-Führung, dass sie das verbleibende Zeitfenster nutzen und Neckarsulm eine echte industrielle Perspektive geben, mit Produkten und Investitionen, die über das Jahr 2034 hinausreichen“, sagte Özdemir. Es werde Zugeständnisse auf beiden Seiten geben müssen. Der Standort Neckarsulm habe aus Sicht der Landesregierung eine Zukunft.

Lies: VW muss betroffenen Werken zukunft geben

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sieht durch das VW-Sparpaket deutschlandweit etwa 25.000 Stellen in Gefahr. Der vom Autokonzern angepeilte Abbau von rund 50.000 weiteren Stellen weltweit sei bislang zwar eine rechnerische Größenordnung, sagte der SPD-Politiker und VW-Aufsichtsrat. Ungefähr die Hälfte der dann betroffenen Stellen betreffe Deutschland.

Lies sagte, bei VW müsse schnell nach Möglichkeiten gesucht werden, um die vier von der Schließung bedrohten Werke auszulasten und ihnen damit doch noch eine Zukunft zu geben. „Es kann nicht sein, dass wir Standorte aufgeben, in denen Automobilproduktion über Jahrzehnte erfolgreich war.“

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