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Startseite»Politik»Hacker veröffentlichen Daten nach Angriff auf Berliner Landesnetz
Politik

Hacker veröffentlichen Daten nach Angriff auf Berliner Landesnetz

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 04.09.2026 • 17:17 Uhr

Nach dem Hackerangriff auf die Berliner Landesverwaltung haben Cyberkriminelle etliche gestohlene Daten im Internet zum Herunterladen veröffentlicht. Zuvor war ein Ultimatum abgelaufen.

Nach Ablauf der Frist haben die Hacker, die sich Zugang zum Berliner Landesnetz verschafft haben, Daten zum Download veröffentlicht. Das gab die Hackergruppe Rhysida auf ihrer Webseite im Darknet bekannt. Nach rbb-Informationen wurden rund 1,4 Milllionen Daten in mehreren Paketen zugänglich gemacht. Die kriminelle Gruppe hatte zuvor von der Berliner Senatsverwaltung ein millionenschweres Lösegeld gefordert. Die Summe sollte bis zum 4. September gezahlt werden. Vor einer Woche waren die Daten bei einer Versteigerung im Darknet angeboten worden, das Mindestgebot lag bei 30 Bitcoin – etwa zwei Millionen Euro.

„Viel Vergnügen, Datenjäger“, schrieb die Gruppe nun auf ihrer Darknet-Seite. Nachdem der Link zunächst eine Fehlermeldung generierte, sind inzwischen zahlreiche Ordner zu sehen. Demnach sollen sich darunter Arbeitszeugnisse, Ausschreibungen, Beurteilungen von Mitarbeitenden und deren Personalakten befinden. Überprüfen ließen sich die Angaben zunächst allerdings nicht. Ob es sich um die gesamte Menge der Anfang August gestohlenen Daten handelt, ist ebenfalls unklar. Experten hatten gewarnt, dass die Hacker sensible Daten verkaufen könnten.

Herkunft der Hacker bislang unklar

Die Daten waren Mitte August bei einem Angriff auf das Berliner Landesnetz erbeutet worden – also das Netzwerk der Berliner Verwaltung. „Es muss davon ausgegangen werden, dass die Daten im Anschluss weiterveräußert oder ganz oder in Teilen veröffentlicht werden“, hatte Senatssprecherin Christine Richter der Nachrichtenagentur DPA gesagt. Nach Wissen des Senats handele es sich um eine hochprofessionelle Gruppierung, die mit diversen Cyberattacken auf Ziele in Nord- und Südeuropa, Deutschland und den USA in den vergangenen Jahren in Verbindung gebracht werde. „Erkenntnisse über Verbindungen nach Russland oder gar dem russischen Staat liegen nicht vor, können aber auch nicht ausgeschlossen werden.“

Sendung: Fritz vom rbb, 03.09.2026, 18:30 Uhr Audio: Fritz vom rbb, 03.09.2026, Jonathan Penschek

Rundfunk Berlin-Brandenburg

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