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Startseite»Nachrichten»Witkoff und Kushner in Moskau: Putin spricht mit US-Gesandten über „eigentliche Ursachen des Konflikts“
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Witkoff und Kushner in Moskau: Putin spricht mit US-Gesandten über „eigentliche Ursachen des Konflikts“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 5, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Witkoff und Kushner in MoskauPutin spricht mit US-Gesandten über „eigentliche Ursachen des Konflikts“

Es war mehr als ein Sechs-Augen-Gespräch. (Foto: picture alliance / Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP)

Drei Stunden sprechen die US-Gesandten Kushner und Witkoff mit Putin. Was wurde gesagt? Die US-Seite äußert sich bislang nicht. Der Kremlchef hat aber wohl deutlich gemacht, dass er nicht vorhat, von seinen Kriegszielen abzurücken.

In Moskau sind die kurzfristig anberaumten neuen Gespräche zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine zwischen Kremlchef Wladimir Putin und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner zu Ende gegangen. Nach etwa dreistündigen Unterredungen verließen die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump in der Nacht den Kreml, wie Staatsmedien berichteten und dazu auch ein Video der Fahrzeugkolonne veröffentlichten. 

Über Ergebnisse der Unterredungen ist noch nicht viel bekannt. Aus dem Kreml hieß es, die Gespräche seien „nützlich“ und „konstruktiv“ gewesen. Es sei eine ganze Reihe von Ideen für eine friedliche Lösung formuliert worden, sagt Kreml-Berater Juri Uschakow. Putin habe den Gesandten erklärt, Russland werde seine Ziele erreichen und die eigentlichen Ursachen des Konflikts müssten gelöst werden. Zudem habe Russland seine Einschätzung der Lage an der Front dargelegt.

Die US-Gesandten waren am Mittag in Moskau gelandet und anschließend in einer großen Halle im Kreml begrüßt worden. Vor Beginn der Gespräche hinter verschlossenen Türen dankte Putin Trump dafür, dass dieser „nicht aufhöre“ zu versuchen, den Krieg – den Russland 2022 selbst begonnen hat – zu beenden, obwohl dies „nicht einfach“ sei, wie in vom Fernsehen übertragene Aufnahmen zu hören war.

Putin sagte zudem, Moskau werde die Sicherheit der US-Gesandten in Kiew garantieren – nachdem die russische Armee die ukrainische Hauptstadt zuletzt immer wieder unter Beschuss genommen hatte. „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die Sicherheit des Verhandlungsprozesses und von Vermittlern wie Ihnen zu gewährleisten“, sagte Putin zu Witkoff und Kushner.

Keine Details zu US-Vorschlag

Im Anschluss an das Treffen ließen sich Witkoff und Trumps Schwiegersohn Kushner von Putins Beauftragtem für die internationalen Wirtschaftsbeziehungen, Kirill Dmitrijew, zum Flughafen Wnukowo bringen. Dmitirjew, der tagsüber laut russischen Staatsmedien auch dreieinhalb Stunden mit den Gästen in einem Moskauer Gourmetrestaurant gespeist hatte, veröffentlichte ein Foto bei X mit der Bemerkung, dass es sich um einen „wichtigen friedensstiftenden Besuch“ gehandelt habe.

Nach Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow hatten die US-Unterhändler neue Vorschläge im Gepäck gehabt. Details nannte er nicht. Auch Trump hatte am Freitag gesagt, dass Witkoff und Kushner einen Vorschlag mitbringen würden. Ob der Plan Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland vorsieht, sagte der US-Präsident nicht. Er sagte lediglich: „Wir haben eine Idee für den Frieden.“

Am Sonntag sollen die beiden Gesandten vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen werden. Unklar ist, wo sie die Nacht verbringen. Laut Selenskyj war geplant, dass sie mit dem Flugzeug nach Kiew kommen – dies ist höchst ungewöhnlich, weil der ukrainische Luftraum seit Kriegsbeginn 2022 gesperrt ist und andere westliche Politiker bisher immer im Zug nach Kiew reisten.

Russland will Kiew für drei Tage verschonen

Die russischen Angriffe auf Kiew sollen laut Kreml für drei Tage eingestellt werden. „Der russische Präsident, der Oberbefehlshaber, hat den Befehl erteilt, Kiew ab heute Mitternacht für drei Tage nicht anzugreifen“, zitierte die Nachrichtenagentur Tass am Samstag Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Selenskyj teilte am Samstag in Online-Netzwerken mit, die Ukraine sei bereit, „ab jetzt“ bis Montag auf Angriffe auf Moskau zu verzichten.

Putin wiederum sagte am Samstag, er habe „festgestellt, dass die ukrainische Seite“ ihre Angriffe auf Russland und Moskau „erheblich reduziert“ habe. Er sei darüber informiert worden, dass die beiden US-Gesandten nach Kiew reisen würden. „Kontakte dieser Art sind zweifellos immer nützlich – auf jeden Fall, natürlich, egal, was als nächstes geschieht“, fügte er hinzu.

Russische Attacken auf die beiden Flughäfen der ukrainischen Hauptstadt in der Nacht zum Samstag standen laut Selenskyj im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Reise von Kushner und Witkoff in die Ukraine. Bei russischen Angriffen starben am Samstag neuen Behördenangaben zufolge mindestens zehn Menschen, zwei im Bezirk Butscha nahe Kiew, fünf in der Region Dnipro im Landesinneren und drei Mitglieder einer Familie in der Region Charkiw.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

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