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VIP VIP, Hurra!: Leni Klum plaudert Heidis Beauty-Geheimnis aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 6, 2026Keine Kommentare6 Minuten Lesezeit
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VIP VIP, Hurra!Leni Klum plaudert Heidis Beauty-Geheimnis aus

04.09.2026, 17:11 Uhr Die Promikolumne von Verena Maria Dittrich
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Leni Klum verrät Muttis Geheimtipp. (Foto: Variety via Getty Images)

Jetzt ist es raus! Heidi Klums Geheimnis für schöne Haut wird von ihrer Tochter gelüftet, Berlin macht den Ende-der-Welt-Look salonfähig und Jeanette Biedermanns spätes Mutterglück ruft die nächste Grundsatzdebatte auf den Plan. Diese Kolumne könnte Ihr Leben verändern. Zumindest Ihre Einkaufsliste.

„Und wie du wieder aussiehst, Löcher in der Hose (…) Und dann noch deine Haare, da fehlen mir die Worte. Musst du die denn färb’n?“, sangen einst Die Ärzte, die beste Band der Welt. Und mit diesem schönen Vers, lieber Leser, willkommen zur neuesten Ausgabe der Promikolumne, wo Sie neben jeder Menge News über die Schönen und Reichen die besten Tipps für die ultimative Schönheit erhalten. Danken Sie mir später!

Vorher geht es darum, ein bisschen an Ihrer Einstellung zu Stil und Mode zu arbeiten. Ich weiß ja nicht, was Sie gerade tragen, aber ab jetzt sollten Sie sich keinerlei Gedanken mehr darum machen, ob Ihre Robe farblich zusammenpasst oder dem jeweiligen Event angemessen ist. Machen Sie es einfach wie die Leute in Berlin und setzen Sie ein Statement! Oder wie Leni, Tochter von Heidi Klum, dieser Tage in einem Interview über die Berliner sagte: „Es sieht immer so aus, als würden sich die Leute nicht zu sehr anstrengen, aber einfach mühelos gut angezogen aussehen.“

Viel wird aktuell wieder über Berlin gemotzt. Und ja, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die deutsche Hauptstadt eher piefig und vor allem immer verdreckter als weltmännisch daherkommt, aber hey, wir sollten uns alle viel mehr auf das Positive konzentrieren, das Berlin zu bieten hat, nämlich: den Berliner Stil!

Setzen Sie Akzente, wenn Sie das Haus verlassen! Sie haben noch ein Haarnetz auf dem Kopf, um Ihre Mähne zu bändigen? Ziehen Sie es einfach lasziv ein wenig ins Gesicht, Sie werden merken, das gibt Ihnen im Job gleich etwas Verwegenes. Laufmaschen in den Strumpfhosen, ausgelatschte Turnschuhe, Flecken auf dem Shirt? Werfen Sie jedem, der es auch nur wagt, Sie auf diese Statement-Pieces von der Seite anzuquatschen, einen mitleidigen Berlin-Blick zu und fragen Sie rhetorisch, ob er die letzten Modejahre verpennt hat.

Venedig, Dior und ein bisschen Edeka

Denn Berlin ist, was den Untergangslook betrifft, die Metropole schlechthin. Nirgends gibt es für den Ende-der-Welt-Style so viel Inspiration wie hier. Schade, dass Ridley Scott diesen sensationellen Tipp nie erhalten hat, er hätte ihn prima in seinen aktuellen Film „The Dog Stars“ einbauen können.

Emilia Schüle jedenfalls hat das Berlin-Prinzip verstanden. Die Schauspielerin erschien bei den Filmfestspielen in Venedig in Dior-Jeans, deren Patches an den Knien aussahen, als hätte Mutti mal eben bei Edeka ein paar Aufnäher für 40 Cent aufgebügelt. Dazu trug sie ein schlichtes Seidentop, einen schwarzen Gürtel und Pumps. Seien Sie mutig! Kombinieren Sie!

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Emilia Schüle kommt zum Fototermin von „The Girl With The Leica“ im Jeanslook von Dior. (Foto: picture alliance / abaca)

Zurück zu Leni Klum. Heidis Tochter war dieser Tage in der Hauptstadt auf Stippvisite. Nicht jedoch, um im Roten Rathaus einzureiten und zu fragen, wann Berlin mit wehenden Fahnen untergeht, sondern um Werbung für Kosmetik zu machen. Und wenn sogar Leni Klum den Berliner Stil im Vergleich zu New York oder Los Angeles als „cool“ und sogar „retro“ beschreibt, dann haben wir modisch wenigstens einiges richtig gemacht, haha.

Wir haben es geschafft, die einzige deutsche Großstadt zu sein, in der ein 900-Euro-Pullover seinen gesellschaftlichen Zweck verfehlt, sobald er erkennbar 900 Euro gekostet hat. Er muss aussehen, als habe man ihn 1997 in Kreuzberg gekauft, idealerweise von einem Mann namens Rüdiger, der heute in Brandenburg für den Weltfrieden töpfert. Wenn er tatsächlich 900 Euro gekostet hat, sollte davon möglichst niemand erfahren.

Und jetzt, geneigter Leser, bin ich an der Stelle, an der diese Kolumne wirklich wertvoll für Sie werden könnte. Also kleckern Sie bitte gerne Ihr Shirt voll und vergessen Sie einfach mal kurz Ihre Vorurteile gegenüber Nepo-Babys. Denn Kinder geben weiter, was sie von ihren berühmten Eltern gelernt haben, und das ist in diesem Fall wirklich ein Segen. Leni Klum verrät in dem Interview nämlich nicht nur, dass sie die Bohnensuppe ihrer Oma und Knödel liebt, sondern sie verplappert sich ganz offensichtlich auch noch!

Heidi und das Geheimnis ihrer Haut

Jetzt ist es raus, das große Schönheitsgeheimnis von Heidi Klum. Es ist: Sauerkraut! Jahrelang wurde gemunkelt, wie es die vierfache Mutter immer und immer wieder schafft, wie aus dem Ei gepellt auszusehen. Die milliardenschwere Beautyindustrie verkauft uns Seren mit Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine, einem Wirkstoff, der wie eine Figur aus „Star Wars“ klingt, dabei lautet die Antwort offenbar: Kohl. Weißkohl, um genau zu sein. Fermentiert.

Leni jedenfalls verriet, ihre Mutter sage ihr immer, sie solle viel Sauerkraut essen, weil es gut für die Haut sei. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass Heidi Klum mit ihren 53 Jahren sensationell aussieht. Also, ab morgen Sauerkraut.

Und damit wären wir, gewissermaßen über die Mütter dieser Welt, bei Jeanette Biedermann. Die ist nämlich mit 46 Jahren zum ersten Mal Mutter geworden. Wann genau ihr Sohn geboren wurde, möchte Biedermann nicht verraten, was vermutlich vernünftig ist, denn schon jetzt interessieren sich plötzlich Leute für Dinge, nach denen sie bei ihrer Nachbarin niemals fragen würden.

„Unser größtes Geschenk hat sich auf den Weg gemacht und ist nun auf der Welt!“, schrieb Biedermann und berichtete, die Geburt sei die größte Herausforderung ihres bisherigen Lebens gewesen. Ihr Sohn sei kerngesund und gut gelaunt. Man könnte an dieser Stelle sagen: herzlichen Glückwunsch. Aber nein, in diesem Land läuft ja leider herzlich wenig ohne Grundsatzdebatte.

Ja, Mensch, Jeanette! Biste nicht ein bisschen zu alt, um mit 46 zum ersten Mal Mutter zu werden? Oder bist du einfach nur privilegiert, weil du dir im Zweifel all die medizinischen Möglichkeiten leisten kannst, die andere nicht haben? Späte Mutterschaft, Karriere, Geld: Über alles muss gesellschaftspolitisch ausführlich diskutiert werden!

Natürlich ist das alles nicht völlig falsch. Es macht einen Unterschied, ob eine Frau mit Mitte 40 finanziell abgesichert ist, Unterstützung hat und sich medizinische Möglichkeiten leisten kann, oder ob sie jeden Monat darüber nachdenken muss, wie sie die Miete bezahlt. Nur hat Jeanette Biedermann mit ihrem persönlichen Glück zunächst einmal keine gesellschaftliche Gebrauchsanweisung veröffentlicht. Sie hat ein Kind bekommen.

Frage: Darf man sich gelegentlich auch einfach darüber freuen, dass etwas, was sich jemand seit vielen Jahren gewünscht hat, tatsächlich passiert ist, ohne sofort über Geschlechterrollen, soziale Ungleichheit und die Zukunft der Frau zu debattieren? Ich persönlich habe im Freundes- und Familienkreis mehrere jüngere Mütter, die in Kinderwunschkliniken waren, aber nicht etwa, weil sie reich und berühmt waren, sondern weil sie trotz Endometriose gern Mutter werden wollten. Kinderwunschmedizin ist schließlich kein exklusives Hobby privilegierter Prominenter!

Zumal Biedermann selbst aus ihrer Schwangerschaft nie die große feministische Weltformel gemacht hat. Sie hatte sich lange ein Kind gewünscht und zugleich gesagt, sie wolle es nicht erzwingen. Wenn es komme, wunderbar. Wenn nicht, dann nicht.

Und während schon wieder darüber diskutiert wird, ob späte Mutterschaft ein Privileg der Wohlhabenden oder möglicherweise sogar Ausdruck reaktionärer Geschlechterbilder ist, dürfte Jeanette Biedermann gerade etwas wesentlich Vernünftigeres tun: sich über ihren Wonneproppen freuen.

Kostenloser Tipp für schlaflose Nächte und müde Haut: Sauerkraut!

Quelle: ntv.de

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