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Startseite»Nachrichten»Wall Street im Minus: US-Anleger fürchten Bremsmanöver bei KI-Entwicklung
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Wall Street im Minus: US-Anleger fürchten Bremsmanöver bei KI-Entwicklung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 14, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wall Street im MinusUS-Anleger fürchten Bremsmanöver bei KI-Entwicklung

Auch der steigende Ölpreis macht den Händlern an der Wall Street Sorgen. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Warnungen von KI-Unternehmen vor den Gefahren ihrer Produkte lösen an der Wall Street Verunsicherung aus. Vor allem Chip-Herstellern bekommt das nicht gut. Zudem steigt die Nervosität vor der Zinssitzung der Fed.

Warnungen vor den Gefahren Künstlicher Intelligenz und gestiegene Anleiherenditen haben der Wall Street am Montag Kursverluste eingebrockt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verlor 0,3 Prozent auf 52.421 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,6 Prozent auf 26.186 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,5 Prozent auf 7620 Stellen ein.

Der jüngste Kursrückgang des S&P 500 und gute Gewinnaussichten haben die Bewertung des Index auf das 19-fache der erwarteten Gewinne gedrückt. Das ist der niedrigste Wert seit April 2025. Damals hatten die Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump die weltweiten Märkte belastet. 

Führende Vertreter von KI-Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und xAI warnen vor den Gefahren der von ihnen geschaffenen Modelle und fordern eine Verlangsamung der KI-Entwicklung. Aktien von Chip-Herstellern wie Nvidia, Broadcom, Micron Technology und Advanced Micro Devices gerieten ins Minus. Auch der Halbleiter-Index gab deutlich nach.

Nach wie vor blicken Anleger nervös auf den Anleihemarkt. Im Vorfeld der anstehenden Zinssitzung der US-Notenbank Fed kletterte die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen kurzzeitig über die Marke von fünf Prozent – zum ersten Mal seit 2023. „Dass die zehnjährige Rendite über fünf Prozent steigt, ist enorm und spricht Bände“, sagte Jake Dollarhide, Chef der Vermögensverwaltung Longbow Asset Management. Dies könnte die Fed unter Druck setzen, die Zinsen mehr als nur einmal anzuheben.

Händler rechnen Daten der CME-Börse zufolge mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent damit, dass die Notenbank die Zinsen am Mittwoch um 25 Basispunkte anhebt. Damit will sie die Inflation bekämpfen, die durch hohe Ölpreise angetrieben wird. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg am Montag um ein Prozent auf 105,68 Dollar pro Barrel. Neue Angriffe auf die saudische Energieinfrastruktur und auf Schiffe im Nahen Osten schürten Sorgen um das Energieangebot.

Gegen den Trend legten Software-Aktien wie Servicenow, Adobe und Workday zu. Diese Papiere hatten in den vergangenen Tagen aus Sorge vor Konkurrenz durch KI-Unternehmen Verluste verzeichnet. Aktien der Bank of America gaben indes nach. Konzernchef Brian Moynihan rechnet im dritten Quartal mit einem Rückgang der Gebühren im Investmentbanking um mindestens zehn Prozent.

Mehr zum heutigen Börsengeschehen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de

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Dr. Heinrich Krämer
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