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Startseite»Nachrichten»Devisen fürs Atomprogramm: 25.000 Nordkoreaner schuften in Russlands Drohnenfabriken
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Devisen fürs Atomprogramm: 25.000 Nordkoreaner schuften in Russlands Drohnenfabriken

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Devisen fürs Atomprogramm25.000 Nordkoreaner schuften in Russlands Drohnenfabriken

Zunächst importierte Russland iranische Kampfdrohnen vom Typ Shahed. Mittlerweile baut das Land sie für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine selbst. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea soll eine neue Form angenommen haben. Wie ein internationales Team berichtet, hat Pjöngjang bis zu 25.000 Arbeiter nach Russland geschickt, die dort Drohnen bauen. Davon profitiert auch das Kim-Regime enorm.

Russland setzt einem Bericht zufolge verstärkt auf nordkoreanische Arbeiter in seinen Drohnenfabriken. Die entstehen für den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, berichtet Bloomberg. Damit missachtet der Kreml internationale Sanktionen, wie das multilaterale Sanktionsüberwachungsteam berichtet, zu dem auch Deutschland gehört.

Bis zu 25.000 Nordkoreaner seien in der russischen Drohnenindustrie aktiv. Sie kämen zur Tarnung über Austauschvisa als Studenten nach Russland, um Sanktionen zu umgehen. Im Bericht werden unter anderem Werke in Alabuga und Tartarstan genannt. Der dort erarbeitete Lohn würde in erheblichem Maße in das nordkoreanische Raketenprogramm fließen. 2025 hätten die Arbeiter in Summe schätzungsweise bis zu 800 Millionen US-Dollar (696 Mio. Euro) für das Regime in Pjöngjang verdient. Wie viel Geld davon in das nordkoreanische Nuklear- und Raketenprogramm geflossen ist, ist unklar.

Es heißt, dass nordkoreanische Arbeiter etwa 7500 US-Dollar (6528 Euro) jährlich in Russland verdienen würden. Davon müssten sie den Großteil an das Kim-Regime abgeben. Angeblich überstiege der einbehaltene Betrag sogar den Lohn der Arbeiter, heißt es. Die Monatslöhne in Russland lägen etwa fünfmal so hoch wie in China, was Russland für Pjöngjang immer attraktiver mache. Ende 2025 arbeiteten noch schätzungsweise 20.000 bis 70.000 Nordkoreaner in China und zwischen 15.000 und 30.000 in Russland. Das Verhältnis könnte sicher weiter verschieben.

Nordkorea schickte Kreml 15.000 Soldaten

Ein weiterer Grund könnte die vertieften militärischen Beziehungen zwischen dem Kreml und dem Kim-Regime sein. Nachdem die Präsidenten Kim Jong-Un und Wladimir Putin eine engere Partnerschaft verkündeten, entsandte Nordkorea Ende 2024 bis zu 15.000 Soldaten nach Russland. Sie sollten in der Region Kursk dabei helfen, eingedrungene ukrainische Soldaten zurückzudrängen. Das gelang. Dabei könnten aber bis zu 3000 nordkoreanische Soldaten getötet worden sein. Die Tatsache ändert nichts daran, dass Kim weitere militärische Unterstützung für Russland in Aussicht stellte.

Nun könnte es so aussehen, dass Russland durch die nordkoreanischen Arbeiter einen neuen Pool an Arbeitskräften erschließt. Viele Männer sind an der Front, einige haben, aus Angst vor Rekrutierung, das Land verlassen. Nordkorea erhält im Gegenzug nötige Devisen, um weiterhin sein Raketenprogramm voranzutreiben. Damit bedroht es vor allem Südkorea, aber auch die USA.

Elf Staaten, neben Deutschland auch Südkorea, Japan und die USA bilden das multilaterale Sanktionsüberwachungsteam. Es überwacht die Durchsetzung der Sanktionen gegen Nordkorea. Die Gruppe wurde ins Leben gerufen, nachdem das Mandat eines Gremiums der Vereinten Nationen 2024 nicht verlängert wurde. Seinerzeit stimmte Russland dagegen. Das Gremium überwachte bis dato das nordkoreanische Atomwaffenprogramm und erstattete regelmäßig darüber Bericht.

Nordkorea unterliegt Sanktionen durch den UN-Sicherheitsrat, nachdem das Land zunächst den Atomwaffensperrvertrag aufkündigte und wohl ab 2006 unterirdische Tests von Atomwaffen durchführte. Seither feuerte das Land testweise immer wieder Raketen ab, die im Meer landeten.

Quelle: ntv.de, als

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