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Startseite»Nachrichten»Mischen sich die USA nicht ein?: Saudi-Arabien ersucht offenbar Hilfe im Kampf gegen Huthis
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Mischen sich die USA nicht ein?: Saudi-Arabien ersucht offenbar Hilfe im Kampf gegen Huthis

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Mischen sich die USA nicht ein?Saudi-Arabien ersucht offenbar Hilfe im Kampf gegen Huthis

Kämpfer der Huthi-Miliz posieren im Jemen neben einem eroberten Fahrzeug. (Foto: via REUTERS)

Während die Huthis die Angriffe auf das Nachbarland intensivieren, gehen Saudi-Arabien offenbar die Raketenabwehrsysteme aus. Einem Bericht zufolge bittet Riad deswegen in der Region und in Europa um Unterstützung. Grund dafür könnte auch eine Absprache der USA mit der Miliz im Jemen sein.

Saudi-Arabien gehen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP die Raketenabwehrsysteme aus. Deshalb soll sich das Land in seinem Kampf gegen die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz an regionale und westliche Verbündete gewandt haben, um Unterstützung zu erhalten. Dies berichtet AP unter Berufung auf zwei Regierungsbeamte aus der Region.

Den Angaben der Beamten zufolge haben die Saudis Frankreich, Großbritannien, Pakistan und Ägypten gebeten, Luftabwehrunterstützung in die Region zu entsenden, um bei der Abwehr von Raketen und Drohnen zu helfen, die von den Huthis und anderen vom Iran unterstützten Gruppen abgefeuert werden.

Die Kontaktaufnahme erfolgte dem Bericht zufolge, weil Saudi-Arabiens wichtigster Verbündeter und Waffenlieferant, die Vereinigten Staaten, im Laufe eines sechsmonatigen Krieges mit dem Iran einen Rückgang ihrer eigenen Bestände an Abfangraketen verzeichnet haben.

Eine Stellungnahme der Regierung in Riad lag zunächst nicht vor. Ein erfolgreicher Drohnenangriff einer mutmaßlich mit den Huthis verbündeten Miliz im Irak hatte zuletzt zu einem Betriebsstopp der wichtigen Ost-West-Pipeline geführt, die quer über die Arabische Halbinsel verläuft und als Hauptroute für Öl aus dem Nahen Osten dient, da die Straße von Hormus wegen des Iran-Krieges weitgehend gesperrt ist. Wann die Reparatur abgeschlossen werden könne, war am Mittwoch noch unklar.

USA treffen sich mit Miliz – Nichtangriffspakt?

Angesichts der erneuten Gefechte im Jemen hatten sich Vertreter der US-Regierung am Wochenende mit Vertretern der Huthi-Miliz zu direkten Gesprächen getroffen. Bei dem Treffen in der US-Botschaft im Oman hätten die Huthi zugesichert, rund um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer und dem Golf von Aden keine Schiffe der USA und Israels anzugreifen.

Die Miliz hatte zuvor eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt und daraufhin mehrere saudische Schiffe angegriffen oder zu Kursänderungen gezwungen. Das Königreich gerät seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg wieder stark unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland. Bei einem mutmaßlichen Angriff der Huthi wurde im saudischen Taif, das rund 100 Kilometer von der für Muslime heiligen Stadt Mekka liegt, ein Mensch getötet. Zwei weitere Personen wurden verletzt. Auch Gebäude und Fahrzeuge seien beschädigt worden, teilte der saudische Zivilschutz mit.

Es ist das erste bekannte Todesopfer in Saudi-Arabien seit der neuen Eskalation im Jemen vor einigen Wochen. Im Zuge des seit mehr als zehn Jahren laufenden Bürgerkriegs wurden auch in Saudi-Arabien immer wieder Zivilisten durch Angriffe getötet oder verletzt.

Die saudische Führung bemühe sich um mehr Unterstützung des US-Militärs bei der Abwehr der Angriffe, hieß es aus Diplomatenkreisen in Riad. US-Vertreter hätten den saudischen Kronprinzen und faktischen Herrscher Mohammed bin Salman auch über die Gespräche mit den Huthi informiert. Medienberichten zufolge haben sich die USA aber dagegen entschieden, den Vormarsch der Huthi im Jemen an der Seite von Saudi-Arabien zurückzudrängen.

Saudische Kampfjets griffen nach Huthi-Angaben weiterhin Ziele im Jemen an. Dabei seien bei einem Angriff auf einen Funkmast in der Provinz Tais zwei Menschen verletzt worden, berichtete der Huthi-Fernsehsender Al-Masirah.

Die Kämpfe zwischen den Huthi und der international anerkannten Regierung im Jemen gehen unvermindert weiter, unter anderem in der bergigen Provinz Tais. Nach Regierungsangaben kommt es auch in Marib, al-Dschauf, Haddscha und weiteren Landesteilen zu Gefechten.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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