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Startseite»Nachrichten»Wahlkampfendspurt in MV: Brantner echauffiert sich über „riskantes Spiel“ von Schwesig
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Wahlkampfendspurt in MV: Brantner echauffiert sich über „riskantes Spiel“ von Schwesig

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Wahlkampfendspurt in MVBrantner echauffiert sich über „riskantes Spiel“ von Schwesig

In den Umfragen vor der Landtagswahl im Nordosten verharren die Grünen bei fünf Prozent und müssen um den Einzug ins Parlament bangen. Dass die SPD von Ministerpräsidentin Schwesig jetzt sogar vor der AfD liegt, löst bei Grünen-Chefin Brantner keine Begeisterungsstürme aus.

Grünen-Bundesvorsitzende Franziska Brantner hat den Wahlkampf von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kritisiert. „Sie scheint nicht zu begreifen, dass es eine Langstrecke ist, die AfD-Ergebnisse wieder zu schmälern. Sie riskiert den Sieg der demokratischen Kräfte für einen kurzen Jubelmoment“, sagte Brantner der „Bild“-Zeitung.

Auf den letzten Metern vor der Landtagswahl am Sonntag hat die SPD erstmals in einer Umfrage die AfD überholt. Die Grünen kommen im neuen ZDF-„Politbarometer“ unverändert auf fünf Prozent und müssen somit um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Im neuen „Politbarometer“ liegt die SPD bei 37 Prozent, die AfD bei 36. Schwesig hatte vor kurzem eine neue Wahlkampfkampagne enthüllt, die sie als „Frau gegen Blau“ betitelt und damit auf einen Kampf zwischen SPD und AfD um die meisten Stimmen bei der Wahl anspielt.

„Es geht bei der Wahl am Sonntag um eine stabile demokratische Regierung für Mecklenburg-Vorpommern, und mit Grünen im Schweriner Landtag wird genau das gelingen. Wer glaubt, dass eine Umfrage schon das Endergebnis ist, spielt ein extrem riskantes Spiel“, kritisierte Brantner. Schwesig sagte im ZDF-„Morgenmagazin“: „Also, wenn die Grünen nicht im Landtag wären, könnte es für Rot-Rot reichen. Aber ich bitte um Verständnis, dass ich nicht für eine Koalition werbe, sondern ich werbe dafür, dass wir als SPD stärkste Kraft werden.“

Auch CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters übte Kritik an Schwesig. Ihre Strategie ziele auf eine Spaltung der Gesellschaft ab, womit die AfD gestärkt werde, sagte Peters. Seine CDU kommt laut der aktuellen ZDF-Umfrage nur noch auf 6 Prozent. Auch die mit der SPD regierende Linke büßt einen Punkt ein und erreicht 9 Prozent.

Politikwissenschaftler sieht Gefahr für SPD

Aus Sicht von Politikwissenschaftler Wolfgang Muno von der Universität Rostock birgt das aktuelle Umfragehoch für die Sozialdemokraten auch ein Risiko. Zwar stehe die SPD nun auf einer Sieger- und die AfD auf der Verliererstraße. „Doch es gibt immer noch 20 Prozent Unentschlossene.“ Für die SPD bestehe jetzt die Gefahr, dass sich ihre potenziellen Wähler in Sicherheit wiegen und am Sonntag nicht zur Wahl gehen.

Das gelte im Übrigen auch für die kleineren Parteien. Muno erinnerte an die Aussage des CDU-Spitzenkandidaten Peters in der TV-Viererrunde im NDR, dass seiner Ansicht nach die CDU sicher in den neuen Landtag einziehe. „Das ist nicht gerade ein Aufruf an die Unentschlossenen, die CDU zu wählen“, sagte Muno. Er wies zudem auf die Fehlermöglichkeit der Umfrage hin.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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