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Startseite»Nachrichten»Zinswoche muss verdaut werden: Wall Street geht erschöpft ins Wochenende
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Zinswoche muss verdaut werden: Wall Street geht erschöpft ins Wochenende

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Zinswoche muss verdaut werdenWall Street geht erschöpft ins Wochenende

Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung steigt. (Foto: AP Photo/Seth Wenig)

Die US-Anleger treten nach einer ereignisreichen Woche auf die Bremse: Die Zinserhöhung der Fed, Höchststände bei den Energiepreisen und hartnäckige Inflationssorgen verpassen der Euphorie um Künstliche Intelligenz einen Dämpfer.

Die Wall Street hat zum Wochenschluss nach einer von Zinsentscheidungen geprägten Woche uneinheitlich geschlossen. Während eine Rally bei Halbleiterwerten den technologielastigen Nasdaq und den breit gefassten S&P 500 ins Plus hievte, gab der Leitindex Dow Jones nach.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 51.683 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,2 Prozent auf 7651 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent auf 26.523 Punkte. Auf Wochensicht verbuchte der Dow damit seinen größten prozentualen Verlust seit März. Der S&P 500 verzeichnete ein leichtes Minus, während der Nasdaq die Woche mit einem Gewinn abschloss.

Die Anleger verdauten zum Wochenausklang die jüngsten geldpolitischen Beschlüsse. Weltweit haben die Zentralbanken die Zinsen angehoben, um die durch den Iran-Krieg angeheizte Inflation einzudämmen. Die Bank of Japan hob die Zinsen auf ein 31-Jahres-Hoch an und folgte damit der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB). Lediglich die Bank of England hielt die Zinsen stabil, warnte jedoch vor künftigen Erhöhungen.

Markt sortiert sich neu

Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stiegen auf über fünf Prozent. An den Finanzmärkten wird laut dem FedWatch-Tool der CME nun eine Wahrscheinlichkeit von 55,4 Prozent für eine weitere Zinserhöhung der Fed im Oktober eingepreist. Vor einem Monat lag dieser Wert noch bei 7,2 Prozent.

„Es ist fast so, als ob alle am Ende der Woche von den vielen Ereignissen erschöpft waren und beschlossen haben, sich zurückzuhalten“, sagte Chuck Carlson, Chef von Horizon Investment Services. Viele Investoren versuchten, die langfristigen Auswirkungen der Fed-Politik auf Aktien und festverzinsliche Wertpapiere abzuschätzen. Zudem gebe es vor dem Wochenende eine Zurückhaltung, sich in eine bestimmte Richtung zu positionieren, da unvorhersehbare Ereignisse am Montag zu extremen Marktbewegungen führen könnten, fügte er hinzu.

Die Inflationssorgen blieben auch wegen der hohen Energiepreise im Fokus. Der Preis für US-Leichtöl (WTI) hielt sich über der Marke von 100 Dollar pro Barrel. Die Preise gaben jedoch von ihren Tageshöchstständen nach, nachdem China auf Bitte Saudi-Arabiens den Iran aufgefordert hatte, die Angriffe der Huthi-Rebellen auf die saudische Ölinfrastruktur einzudämmen. Die stark gestiegenen Ölpreise haben die Dieselpreise auf Rekordniveau getrieben, was sich voraussichtlich in höheren Kosten für Landwirtschaft und Transport niederschlagen wird. Wenn die Ölpreise kurzfristig stiegen, biete dies dem Markt eine kleine Atempause, da sich die Börsen eng an den Ölpreisen zu orientieren schienen, erklärte Carlson.

Weiterer Rückzug von Buffett

Bei den Einzelwerten sorgte eine Personalie bei Berkshire Hathaway für Aufsehen: Warren Buffett zieht sich als Verwaltungsratschef zurück und wird Ehrenvorsitzender. Der Schritt erfolgt neun Monate, nachdem er den Posten des Vorstandschefs an Greg Abel übergeben hatte.

Die Papiere von Xenon Pharmaceuticals brachen um 30,7 Prozent ein. Das Unternehmen hatte die Aufnahme von Patienten in klinische Studien für ein experimentelles Medikament gegen schwere und bipolare Depressionen wegen Berichten über Nebenwirkungen vorübergehend gestoppt.

Krypto-Aktien wie Coinbase, MicroStrategy und Robinhood legten zwischen 9,1 und 16,4 Prozent zu. Sie profitierten von einem Kursanstieg des Bitcoin um 5,9 Prozent.

Alles Weitere zum heutigen Börsengeschehen finden Sie hier. 

Quelle: ntv.de, mau/rts

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