Operation am Fluss OskilUkraine bestätigt Erfolg an der Charkiw-Front
Im Donbass führt die Ukraine derzeit die mehrstufige „Operation Vivaldi“ durch. Abseits des öffentlichen Fokus stößt das ukrainische Militär zudem in der Region Charkiw vor. Nördlich der Stadt Kupjansk gelingt ihr ein lokal begrenzter Erfolg.
Die Ukraine hat einen lokal begrenzten militärischen Erfolg in der ostukrainischen Region Charkiw bestätigt. Es gebe „bestimmte Erfolge im Rahmen der Reduzierung des russischen Brückenkopfes“ am Fluss Oskil, sagte ein Sprecher der ukrainischen Streitkräfte in der Region, Viktor Trehubow, gegenüber dem Online-Nachrichtenportal „Ukrinform“.
Zuvor hatte der Militärblog „DeepStateMap“ die Befreiung von Zapadne nördlich der Stadt Kupjansk gemeldet. Das Dorf liegt in der Nähe des Flusses Oskil, der russische Vorstöße in der Region bremst. Details zu dem Vorstoß wollte Trehubow nicht offenbaren.
Die Russen hatten im Verlauf des seit mehr als vier Jahre andauernden vollumfänglichen Krieges in der Ukraine mehrmals versucht, den Fluss Oskil als natürliche Barriere zu überqueren. Im Jahr 2022 gelang ihn dieser Vorstoß rasch, während der ukrainischen Gegenoffensive wurden sie im selben Jahr jedoch wieder zurückgedrängt. Im Januar vergangenen Jahres überquerten russische Soldaten den Oskil schließlich erneut und errichteten einen Brückenkopf am westlichen Flussufer.
Zum Nachteil der russischen Streitkräfte prägen im Osten der Ukraine Flussläufe das Landschaftsbild. Neben dem Oskil fließen dort noch weitere größere Flüsse wie der Siwerskyj Donez und der Zherebets, die den Truppen das Vorankommen erschweren und zu einer tödlichen Falle werden können. In der Vergangenheit scheiterte Russland immer wieder bei Versuchen, Flüsse zu überqueren.
Auch „Operation Vivaldi“ im Gange
Parallel zu den Kämpfen bei Zapadne führt die ukrainische Armee derzeit die mehrstufige „Operation Vivaldi“ durch. Im Zuge der Offensive gelangen der Ukraine Geländegewinne nahe der Stadt Lyman in der Region Donezk.
„DeepStateMap“ bestätigte bislang die Befreiung dreier Dörfer. Das in Washington ansässige „Institute for the Study of War“ berichtete vor wenigen Tagen, dass die Ukrainer in diesem Frontabschnitt 125 Quadratkilometer zurückerobert hätten.
