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Hohe Geldbuße droht: US-Gericht attestiert Meta Nutzertäuschung in Cambridge-Analytica-Skandal

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Hohe Geldbuße drohtUS-Gericht attestiert Meta Nutzertäuschung in Cambridge-Analytica-Skandal

„Daumen runter“, sagte ein US-Gericht zum Facebook-Mutterkonzern Meta. (Foto: picture alliance / Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa)

Der Skandal um heimlich erhobene Daten von Facebooknutzern durch Cambridge Analytica lässt Mutterkonzern Meta nicht los. Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat New Mexico stellt nun Täuschung durch den Tech-Konzern fest. Es droht eine erhebliche Geldbuße.

Gut acht Jahre nach dem Cambridge-Analytica-Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten hat der Mutterkonzern Meta einen Prozess in den USA verloren. Ein Geschworenengericht in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico entschied nach Angaben von US-Medien, Meta habe Nutzer über den Schutz ihrer Daten getäuscht. Dem Konzern droht nun eine Geldbuße in Milliardenhöhe.

Die Jury befand das Unternehmen von Mark Zuckerberg für haftbar, weil es irreführende Angaben darüber gemacht hatte, wie persönliche Facebook-Nutzerdaten mit Anwendungen von Drittanbietern geteilt wurden. Richter Francis Mathew kann nun über die Höhe der Geldbuße entscheiden.

Daten von 87 Millionen Nutzern ausgewertet

Die Affäre um die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica, die mittlerweile nicht mehr existiert, war im März 2018 bekannt geworden. Medien aus Großbritannien und den USA enthüllten, dass die Firma die Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern ausgewertet hatte, ohne deren Zustimmung einzuholen. Die Daten sollen unter anderem von Politikberatern genutzt worden sein, um die Präsidentschaftswahl 2016 in den USA und das Brexit-Referendum im selben Jahr in Großbritannien zu beeinflussen.

Der Cambridge-Analytica-Skandal wird in den USA vor allem mit dem ersten Wahlsieg von Präsident Donald Trump in Verbindung gebracht. Aber auch andere Politiker der Republikanischen Partei sollen im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur von den Daten profitiert haben.

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC warf Facebook nach Bekanntwerden des Skandals vor, gegen Datenschutzregeln verstoßen zu haben, indem es Cambridge Analytica Zugang zu den Nutzerdaten gab. Bereits im Jahr 2019 zahlte der Konzern deshalb eine Geldbuße von fünf Milliarden Dollar.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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