Sommerhaus außer Kontrolle„Frauen können nix, diese Scheißweiber!“

Eskalation in Folge 8! Nico Legat rastet beim Einparken aus, Ginger zettelt einen Tabakkrieg an und der selbst ernannte Strippenzieher hält sich für ein Genie. Dumm nur, dass die anderen von seinen Spielchen längst „die Schnauze voll“ haben.
„Frauen können nix, diese Scheißweiber! Ich frage mich, was die können. Kochen, putzen, sonst nix!“ Das sagt unser Meisterstratege Nico Legat, 28 Jahre alt, während seine Freundin Laura beim beliebten Einparkspiel verzweifelt. Und damit willkommen zur achten Folge einer Show, in der sich erwachsene Leute wegen Nichtigkeiten an die Gurgel gehen.
Dabei beginnt das Elend vergleichsweise harmlos. Ginger und Lukas haben die Schnauze voll. „Niemand sieht ein, hier auch nur irgendeinen Handgriff zu machen. Das fuckt einfach ab!“, schimpft die Neue im Haus und versteckt mit ihrem Liebsten als kleinen Denkzettel kurzerhand den Tabak. In der Hoffnung auf Reibung oder, noch besser, dass sich die Glimmstängel-Nuckler auf Turkey gegenseitig zerfleischen.
Indes fährt Nico seine ganz eigene Strategie. Er will „die Wollersheim raushaben“, versichert aber Ginger, selbstverständlich auf ihrer Seite zu stehen. Im Interview berichtet er stolz, auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Dabei ist er von seiner vermeintlichen Intelligenz derart begeistert, dass man mit dem armen Knaben wirklich ein bisschen Mitleid bekommt.
Männer am Steuer, Frauen am Herd
Juhu, in Folge 8 wird endlich wieder eingeparkt. Wir wissen, die Paare müssen beim beliebten Kult-Spiel eine Karre, die alles andere als klein ist, möglichst geschickt durch einen Parcours und letztlich in eine Parklücke manövrieren. Der Fahrer ist dabei blind, die Beifahrerin macht die Ansagen. Schon schön, wenn die Partnerin dabei wüsste, wo links und rechts ist!
Ferry bezeichnet sich „technisch“ als guten Autofahrer, räumt allerdings ein, dass bei Verkehrsschildern seine „Berliner Püppi“ ranmüsse. Doch Nico, unser Macker im Sitz, dreht verbal direkt wieder frei: „Bist du zu blöd zu denken?“, fährt er Laura an, als es nicht nach seinen Vorstellungen läuft. Was folgt, ist eine dümmliche Abhandlung über die Fähigkeiten des weiblichen Geschlechts. Kochen, putzen können die Weiber, sonst nix.
Laura bricht in Tränen aus und der Intelligenzbolzen ist schwer enttäuscht, weil seine bessere Hälfte angeblich schuld daran sei, dass man sich bei dem Spiel zum Affen gemacht hat: „Wenn Laura ’ne wichtige Entscheidung trifft, das wird nichts!“
Auch Ferry und Kathy scheitern, aber anders als Nico ist der stolze Püppi-Beschützer trotzdem „proud“. „Scheiß drauf! Wir sind ein Team!“ Derweil hofft die Tabak-Diebin, dass die „anderen Pappnasen“ ebenfalls versagt haben. Tatsächlich schafft niemand den Parcours vollständig. Michelle und Sandro schneiden am besten ab und sichern sich damit den Schutz vor der nächsten Nominierung.
Zurück im Haus hat sich das Problem mit dem verschwundenen Tabak keineswegs in Rauch aufgelöst. Im Gegenteil. Tano bekommt Wind von der Aktion, und schon geht die nächste Schreierei los. Als Ginger Ferry dann auch noch einen „Hurensohn“ nennt, ist auch der letzte Versuch friedlicher Koexistenz gescheitert. Mensch, „Digger“, chillt doch mal!
„Du musst dich mit die Schimpfwörter zügeln!“
Ferry fragt sich, wie Lukas sich von „dem Bösen“ derart mitreißen lassen könne. Eigentlich sei Lukas doch ein lieber Kerl, ein „Teddybär“, der gar nicht so sein wolle. Lukas scheint das ähnlich zu sehen und versucht, seine bessere Hälfte emotional ein bisschen runterzufahren. „Aber du musst dich mit die Schimpfwörter zügeln!“ Immerhin entschuldigt sie sich daraufhin.
Doch schon am nächsten Morgen steht neuer Ärger an. Ein Fremdgeh-Witz von Tano ist missglückt, nicht der Rede wert, aber seine Anna is not amused, obschon er sich aufrichtig bei ihr entschuldigt. Ferry versucht das Ganze mit männlicher Unreife zu erklären. „Mit 25 bist du als Mann ein Kind“, sagt er. Ein 25-jähriger Mann sei vom Entwicklungsstand eher mit einem 17-Jährigen vergleichbar. Frauen seien in diesem Alter deutlich weiter.
Ginger beobachtet das Gezanke und wendet sich an Lukas: „Wenn wir jemals so wie die sein sollten, kannst du mich dann bitte umbringen?“ Und natürlich muss auch Nico wieder mitmischen und hält mit seiner Meinung über die eingeschnappte Psychologin nicht hinterm Berg: „Anna ist ’ne ganz langweilige Olle. Die hat wirklich einen Stock im Arsch.“
Zeit für ein neues Spiel mit dem Namen „Von der Rolle“. Dafür haben die Paare 30 Minuten, um sich Begriffe einzuprägen, aber anstatt sich auf die Aufgabe zu konzentrieren, wird weiter gestichelt, taktiert und über die Konkurrenz hergezogen.
Nico hat inzwischen nur noch „einen Hass auf Ginger und Lukas“. Das hält ihn allerdings nicht davon ab, weiterhin so zu tun, als könne er mit ihnen gemeinsame Sache machen. Am Ende gewinnen Ferry und Kathy knapp vor Nico und Laura. Damit sind auch sie vor der Nominierung geschützt. Michelle und Sandro dürfen sich ebenfalls entspannt zurücklehnen. Für alle anderen beginnt das übliche Geschacher, bei dem jeder jedem etwas verspricht und anschließend behauptet, das Gegenteil gemeint zu haben. Kathy hat jedenfalls „keinen Bock mehr auf dieses Lügenspiel“.
Ein erfolgreicher Loser
Bei der Nominierung zeigt Nico schließlich, was seine Strategie wert ist. Obwohl er der Gruppe um Ferry und Tano zuvor etwas anderes vermittelt hat, stimmt er gegen Anna und Tano. Ginger und Lukas kassieren die meisten Stimmen und müssen in die nächste Exit-Challenge. Raus fliegt in Folge acht aber niemand. Dafür fliegen die Matratzen!
Denn die anderen haben von Nicos Doppelspiel endgültig die Schnauze voll und tragen seine und Lauras Schlafunterlage kurzerhand nach draußen in die Laube. „Lügner leben nicht mit uns unter einem Dach!“, verkündet Ferry.
Nico lässt sich davon angeblich nicht beeindrucken. „Mit der Ruhe, die ich habe und meiner Ausstrahlung strafe ich die alle noch viel mehr.“ Hahaha, flötet ausgerechnet er, der kurz zuvor noch seine weinende Freundin beim Einparken zusammengefaltet hat. Als er von Ferry als „Loser“ bezeichnet wird, entgegnet er: „Aber ich bin ein erfolgreicher Loser!“
Darauf Ferry: „Deine Freundin weint jeden Tag wegen dir. Wie kannst du darauf stolz sein?“ Die anderen vermuten, der Sohn vom Legator spiele das Arschloch nur, um in weitere TV-Shows zu kommen. Und tatsächlich bringt er ihn auch direkt ins Spiel: „Wenn das so ein Mensch wie mein Vater sieht, muss er sich warm anziehen.“
So endet die achte Folge mit fünf Paaren, zwei ausgelagerten Matratzen und einer WG, in der inzwischen praktisch jeder jeden für einen Lügner hält. Hach, und dann hat Laura auch schon wieder geweint! Die kann ja wirklich gar nichts alleine. Los, am besten „an den Herd!“
