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Startseite»Nachrichten»„Große Schuld auf mich geladen“: Missbrauchs-Prozess: Kinderarzt gesteht Taten
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„Große Schuld auf mich geladen“: Missbrauchs-Prozess: Kinderarzt gesteht Taten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerNovember 2, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Große Schuld auf mich geladen“Missbrauchs-Prozess: Kinderarzt gesteht Taten

Im Prozess gegen den Kinderarzt sind am Landgericht Potsdam insgesamt 18 Verhandlungstage anberaumt. (Foto: picture alliance/dpa)

In Brandenburg soll sich ein Arzt über Jahre hinweg an Dutzenden Patienten vergangen haben. Erst vor einem Jahr gerät er durch die Aussage einer Mutter ins Visier der Behörden. Zu Prozessbeginn in Potsdam räumt der Angeklagte einen Großteil der ihm zur Last gelegten Taten ein.

Ein Kinderarzt hat vor Gericht in Potsdam einen jahrelangen sexuellen Missbrauch von Patienten gestanden. „Ich habe große Schuld auf mich geladen“, sagte der Mann vor dem Landgericht. Er habe bereits ein Geständnis zu fast allen Taten abgelegt – denn er wolle den Opfern Aussagen vor Gericht ersparen. „Dabei wird es bleiben.“ Dem Mediziner aus dem brandenburgischen Havelland westlich von Berlin werden insgesamt 130 Fälle zur Last gelegt.

Zu Beginn des Prozesses verlas die Staatsanwaltschaft mehr als zwei Stunden lang die Anklage. Der 46 Jahre Angeklagte soll die Sexualstraftaten an zwei Klinikstandorten, in einem ärztlichen Bereitschaftszimmer und in Kindertagesstätten begangen haben. Er soll von den sexuellen Handlungen Bilder und mehrfach auch Videos gemacht haben.

Die Staatsanwaltschaft geht von mehr als 70 Betroffenen aus, die zum Tatzeitpunkt zwischen 2 und 20 Jahren alt waren. Im Gerichtssaal waren zum Prozessauftakt 15 Nebenkläger anwesend. Die Ermittlungen gegen den Arzt waren im November vergangenen Jahres nach der Anzeige einer Mutter ins Rollen gekommen. Nach der Auswertung von Datenträgern weitete sich der Fall aus.

Angeklagt sind Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die sich auf mehr als zehn Jahre erstrecken. Die Vorwürfe gehen bis Dezember 2013 zurück. Der Arzt kam im November 2025 wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Er war an der Havelland-Kliniken GmbH beschäftigt, die westlich von Berlin zwei Krankenhaus-Standorte betreibt. Am Landgericht Potsdam sind insgesamt 18 Verhandlungstage angesetzt. 

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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