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Dem Rendite-Rückgang angepasst?: Bericht: VW senkt Schwelle für Manager-Boni deutlich

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerNovember 2, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Dem Rendite-Rückgang angepasst?Bericht: VW senkt Schwelle für Manager-Boni deutlich

Oliver Blume (l.), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und Arno Antlitz, Finanzvorstand. (Foto: picture alliance/dpa)

Der VW-Vorstand zeigt sich im Sommer enttäuscht von der Rendite des Konzerns. Einem Bericht zufolge ist der Wert von 3,8 Prozent trotzdem gut genug für den vollen Manager-Bonus – und das zu einer Zeit, in der der Autobauer massiv sparen muss.

Laut einem Bericht des „Spiegel“ hat Volkswagen die Schwelle für Manager-Boni massiv gesenkt, sodass die Führungsebene des Autokonzerns trotz schwacher Rendite von saftigen Bonuszahlungen profitiert. VW-Finanzchef Arno Antlitz hatte im Sommer noch gesagt, mit 3,8 Prozent liege die operative Umsatzrendite auf einem zu niedrigen Niveau – und damit die kommenden Sparmaßnahmen begründet. Wie das Magazin nun unter Berufung auf interne Konzerndokumente berichtet, sind 3,8 Prozent „zufälligerweise genau der Wert, ab dem Antlitz (…) und das gesamte Volkswagen-Management ihren vollen Bonus für diese Kenngröße erhalten“.

Demnach reichten 3,8 Prozent Rendite vor einem Jahr nur für die Hälfte der Bonuskomponente (für die gesamte Bonusberechnung sind noch weitere Kennzahlen relevant), in diesem Jahr aber für den vollen Bonus. Für den vollen Bonus waren laut „Spiegel“ damals noch 5,8 Prozent Rendite Pflicht. In diesem Jahr gebe es bei 5,8 Prozent das Maximum von 175 Prozent, hieß es. Ein Sprecher des VW-Aufsichtsrats, der die Erfolgsschwellen für die Manager jedes Jahr neu justiert, wollte das auf Anfrage nicht kommentieren.

Der Bericht kommt zu einer Zeit, in der Volkswagen im Ringen um schärfere Sparmaßnahmen auf einen heißen Winter zusteuert. Der Autobauer will im großen Stil Stellen streichen und Milliarden einsparen. Die IG Metall macht dagegen mobil. Bei der Volkswagen AG sollen bis 2030 nochmals rund 12.000 Stellen gestrichen werden – zusätzlich zum bereits vereinbarten Abbau von 35.000 Jobs bis Ende des Jahrzehnts. 

Quelle: ntv.de, dsc/rts

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