Titelkampf in der Heimatstadt
Makelloser Max Holzer greift nach der Krone bei Oktagon
Max Holzer ist ungeschlagen, hat in seiner Heimatstadt eine ausverkaufte Arena im Rücken und fühlt sich nach dem Wechsel ins Bantamgewicht stärker denn je. Gegen Igor Severino geht es für den 24-Jährigen nicht nur um den Titel, sondern womöglich auch um seine sportliche Zukunft.
Ausverkaufte Arena, Heimvorteil und ein gelungener Einstieg in eine neue Gewichtsklasse – die Voraussetzungen für MMA-Kämpfer Max Holzer könnten vor seinem Duell mit Igor Severino um den Titel im Bantamgewicht nicht besser sein. Die Herausforderung bei Oktagon 97 in Hannover ist nicht nur der größte Prüfstein seiner Karriere, sondern gleichzeitig richtungsweisend, wie weit es der 24-Jährige schaffen kann.
Bewiesen hat sich Holzer zwar bei Oktagon, allerdings in einer anderen Gewichtsklasse. Sechs Kämpfe absolvierte der Hannoveraner im Federgewicht (bis 66 kg) bei Oktagon bislang, alle gewann er. Darunter waren auch namhafte Gegner wie Deniz Ilbay oder Khalid Taha. Insgesamt ist seine Bilanz mit zwölf Siegen weiterhin makellos.
Severino vs Holzer – Oktagon 97 in Hannover …
Für die Weltspitze müsste er aber fünf Kilogramm niedriger antreten, sind sich Experten sicher. Dafür hat Holzer auch eine bessere Statur und Physis. Für das Bantamgewicht auf 61 Kilogramm habe er seinen Körper nach eigenen Aussagen komplett neu zusammensetzen müssen. Erst Muskelabbau, dann wieder Aufbau. „Ich fühle mich stärker und leichter“, sagte er zwei Tage vor dem Kampf.
Das Gewicht schaffte der 24-Jährige im Gegensatz zu seinen letzten Einsätzen im Bantamgewicht vor über drei Jahren problemlos. Beim ersten Face-off mit Severino gab es ein kleines Wortgefecht, danach wieder vollen Fokus. Schließlich kann Holzer bei Oktagon in die Geschichte eingehen. Mit Katharina Dalisda gab es zwar bereits eine Championess und mit dem Iraner Hatef Moeil einen Champion, der in Deutschland lebt – aber Holzer wäre der erste Deutsche, dem das gelingt. Wie passend, dass er sich vor seinem letzten Kampf einen neuen Spitznamen gegeben hat: Made in Germany.

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Der Kampf ist gleichzeitig ein Wink, wohin die Reise für Holzer geht. Severino war bereits dort, wo viele Fans den Deutschen gerne einmal sehen würden: in der UFC. Dort wurde der Brasilianer zwar wegen eines Bisses in den Arm seines Kontrahenten rausgeworfen, was ihm den Spitznamen Hannibal, als Anlehnung an den Kannibalen Hannibal Lecter einbrachte. Die sportliche Klasse hat Severino aber weiterhin. Das hat er nicht nur bei Oktagon gezeigt, das weiß auch Holzer, der Severino als besten Kämpfer im Bantamgewicht bezeichnete: „Eigentlich bin ich der Beste, aber ich muss es noch beweisen.“
Gelingt Holzer ein Sieg gegen den Brasilianer, scheint der Weg vorgezeichnet: Vielleicht verteidigt er den Titel noch einmal in Deutschland, danach wird er in Übersee in der UFC kämpfen. Gespräche mit der Eliteorganisation hat es bereits gegeben, der Wechsel steht bereits seit langem im Raum. Holzer hatte immer betont, sich in Deutschland eine Fanbase aufzubauen, ehe er in die UFC gehen wolle. Das hat er in den letzten zwei Jahren geschafft. Der Titelgewinn gegen Severino wäre ein sportliches Ausrufzeichen, das den Hype um seine Person untermauert.
Verwendete Quellen: ntv.de, mba
