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Startseite»Nachrichten»Quartalszahlen im Blick: US-Anleger in Sorge wegen steigender Ölpreise
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Quartalszahlen im Blick: US-Anleger in Sorge wegen steigender Ölpreise

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerApril 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Quartalszahlen im BlickUS-Anleger in Sorge wegen steigender Ölpreise

Der Fed-Entscheid war an der Wall Street erwartet worden. (Foto: REUTERS)

Der Zinsentscheid der Fed löst an der Wall Street keine größeren Reaktionen aus. Wichtiger ist für die US-Anleger die Entwicklung der Ölpreise. Die waren zuletzt wieder deutlich gestiegen – mit negativen Folgen für die Aktienmärkte.

Unter dem Eindruck steigender Ölpreise hat der US-Aktienmarkt am Mittwoch im Minus geschlossen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verlor 0,6 Prozent auf 48.862 Punkte. Der technologielastige Nasdaq notierte kaum verändert bei 24.673 Zählern und der breit gefasste S&P 500 schloss kaum verändert bei 7136 Stellen.

Das Weiße Haus bestätigte einen Bericht, wonach Präsident Donald Trump Regierungsvertreter angewiesen hat, sich auf eine längere Blockade iranischer Häfen vorzubereiten. Dies deutet auf anhaltenden Angebotsdruck aufgrund des eingeschränkten Schiffsverkehrs in der wichtigen Straße von Hormus hin. „Heute geben die Ölpreise weitgehend die Richtung am Markt vor, da es nicht so aussieht, als ob es eine rasche Lösung für die Sperrung der Straße von Hormus geben wird“, sagte Sam Stovall, Chef-Anlagestratege bei CFRA Research in New York.

Derweil hielt die US-Notenbank Fed wie erwartet zum dritten Mal in Folge still und beließ den Leitzins in der Bandbreite von 3,50 bis 3,75 Prozent. Angesichts der hohen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten sei die Notenbank gut aufgestellt, um in der Geldpolitik abzuwarten, sagte der scheidende Fed-Chef Jerome Powell zu dem Beschluss. Für Aufmerksamkeit sorgte die Uneinigkeit der Währungshüter im Offenmarktausschuss über den Begleittext zum Zinsentscheid: Drei Notenbanker waren nicht damit einverstanden, dass künftige Zinssenkungen in Aussicht gestellt wurden.

Visas Zahlen überzeugen

Auf den Einkaufszettel der Investoren standen am Mittwoch nach einem positiven Ausblick die Papiere von NXP Semiconductors ganz oben. Die Titel gewannen 25,5 Prozent. Der Halbleiter-Hersteller hatte mitgeteilt, dank der Erholung bei Industrie- und Auto-Chips für das zweite Quartal einen Umsatz und Gewinn zu erwarten, die über den Schätzungen der Wall Street liegen.

Die Aktien von Visa legten nach starken Geschäftszahlen 8,3 Prozent zu. Visa übertraf die Gewinnprognosen der Analysten, da der weltweit größte Zahlungsabwickler trotz anhaltender makroökonomischer Unsicherheit von einem stetigen Anstieg des Zahlungsvolumens profitierte. Auch der Pharmakonzern Teva Pharmaceutical Industries übertraf die Wall-Street-Schätzungen für den Gewinn im ersten Quartal, unterstützt durch den Absatz seiner Markenmedikamente. Die Papiere gewannen 11,9 Prozent.

Nachbörslich legt nur Alphabet zu

Mit Spannung wurden die Ergebnisse von Amazon, Meta, Microsoft und der Google-Muttergesellschaft Alphabet erwartet. Sie wurden aber erst nach Börsenschluss vorgelegt. Dabei scheint allein Alphabet die Anleger zufriedenzustellen. Die Aktien der Google-Muttergesellschaft stiegen nachbörslich um 3,9 Prozent, nachdem die Ergebnisse die Erwartungen übertroffen hatten. Amazon.com, Meta Platforms und Microsoft verzeichnen ebenfalls ein robustes Wachstum, aber die Aktien geben zunächst nach, Meta sogar um mehr als 5 Prozent. 

Anleger blicken besonders darauf, wie sich die hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) auszahlen werden. Für Unruhe sorgte ein Medienbericht, wonach das auf KI spezialisierte Softwarehaus OpenAI seine internen Ziele für wöchentliche Nutzerzahlen und Umsatz verfehlt hat. Die Markterwartungen hinsichtlich des Wachstums der Tech-Konzerne seien „überaus optimistisch“, sagte Ron Albahary, Chief Investment Officer bei Laird Norton Wetherby.

Mehr zum heutigen Börsengeschehen können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, ino/DJ/rts

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