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Startseite»Nachrichten»Hormus – Nadelöhr im Welthandel: Iran-Krieg sorgt für Materialknappheit in deutscher Industrie
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Hormus – Nadelöhr im Welthandel: Iran-Krieg sorgt für Materialknappheit in deutscher Industrie

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerApril 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Hormus – Nadelöhr im WelthandelIran-Krieg sorgt für Materialknappheit in deutscher Industrie

In der chemischen Industrie klagt fast ein Drittel der Unternehmen über Materialmangel. (Foto: IMAGO/Jochen Tack)

Die deutsche Industrie ist stark abhängig von globalen Rohstofflieferungen. Ölbasierte und energieintensive Branchen leiden entsprechend besonders unter den Folgen des Iran-Kriegs – bis hin zum Materialmangel.

Die deutschen Industrieunternehmen erhalten infolge des Iran-Kriegs immer weniger Material. Der Anteil der Unternehmen, die im April über Beschaffungsengpässe klagten, lag bei 13,8 Prozent – mehr als doppelt so viel wie noch im Januar (5,8 Prozent), wie das Ifo-Institut in einer Umfrage ermittelte.

„Die Lieferketten geraten spürbar unter Druck“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Der Konflikt im Nahen Osten und die Einschränkungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wirken sich zunehmend auf die Versorgung mit Vorprodukten aus.“

Zunehmend knapp wird es demnach vor allem in Branchen, die stark von ölbasierten und energieintensiven Vorprodukten abhängig sind. So war in der chemischen Industrie fast ein Drittel (31,1 Prozent) der Unternehmen von Materialmangel betroffen.

Bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren stieg der Anteil deutlich auf knapp ein Viertel (22,9 Prozent). Der Maschinenbau sowie Hersteller elektrischer Ausrüstungen spürten die Knappheit ebenso wie die Automobilindustrie.

„Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie stark die Industrie von globalen Rohstoff- und Energielieferungen abhängt“, sagte Wohlrabe. Durch die Straße von Hormus zwischen Iran und Oman wird normalerweise rund ein Fünftel des globalen Ölangebots transportiert. Die Meerenge ist seit Wochen wegen des Iran-Kriegs weitgehend blockiert. „Gerade bei petrochemischen Vorprodukten können sich Störungen sehr schnell in der gesamten Wertschöpfungskette bemerkbar machen“, betonte das Ifo.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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